432 NEUKIRCHEN, Kirche. Wohnhaus. Coburg. 278 Schloss : Zahlreiche Möbel des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, meist sehr sorgfältig restaurirt. Ferner einige Messingkronen des 17. Jahrhunderts, sowie eine Sannn- lung von alten Zinngeräthen, geschliffenen Gläsern, Porzellan und anderen künst- lerisch ausgestatteten decorativen Gegenständen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Neukirchen, nördlich von Coburg; 1315 Neuwenkirchen, vom Grafen von Henneberg dem Ritter Apel v. Coburg verliehen (v. Schultes, Oob. Landesgeschiehte d. Mittelalters, Urk. LI1), 1317 und 1340 Nuwenkirchen. Gruner I, S. 202. Rie- mann, S. 37. Kirche, Tochter- Ü kirche von Weissenbrunn, hübsch und frei ge- legen. Grundriss-Form: Der Chor ist 3,3 m lang, 4m breit, gethischer Anlage, aber später, besonders wohl zu Anfang des 17. Jahrhunderts (s. u.) ver- ändert, als das 9 m lange, 5,8 m breite Langhaus gebaut wurde. Beide Räume haben Bretterdecken mit vertretenden Leisten der Länge nach, der Chor eine niedrigere, als die ursprüngliche war. Im Chor an der Ostseite zwei schmale [früher spitzbogige, jetzt] rundbogige Fenster, an der Südseite ein kleines, jetzt recht- eckiges Fenster, das Giebelfeld der Ostseite ist verbrettert. Im Langhails an der Südseite ein neueres, gresses rechteckiges Fenster und zwei tlachbegige, diese vom Bau des 17. Jahrhunderts; unter dem mehr westlichen eine Rundhogen-Thüi" (ähn- lich an einem mit: 1604 bezeichneten Hause im Dorf); an der Nordseite ein späteres, grösseres Flachbogen-Fenster. Die Westseite ist ohne Oeffnungen, die Ostseite im Giebelfeld aussen verbrettert. Auf dem Dach nahe der Wcstseite ein (erneuter) achteckiger, beschieferter Dachreiter mit Helm. Im Innern hat das Langhaus ein einfaches Emporengeschoss. Grruner III, S. 50. Linder, Ansicht im Rathhaus zu Coburg. Orucifix an der Empore, aus dem 17. Jahrhundert, mit mittelgrosser Figur; Holz, farbig. Vertragekreuz, inschriftlich von: Joh. Lv. Scmber 1740, mit etwas Schnitzerei; am Sockel ein grosser Schädel und Gebein geschnitzt. Holz. Taufkanne, von: Anna EliesaWetta Swesiclwm 1711 eorErnt, auf drei Kugel- füssen, schlank, mit Einbiegung, mit Henkel, Ausguss und Deckel, an dessen Griff eine Kugel. Kelch, mit: OB 1.6.9.9; Fuss rund, Knauf: e, Schaft als Kehlen zwischen Leistchen. 2 Kelche, aus etwa gleicher Zeit; Fuss rund, Schaft ungefähr eiförmig mit Theilungsleiste im oberen Drittel, Schaft als Kehlen mit Leistchen. Zinn. Hostienbüchse, mit: 16-72, dazwischen: NS, rund, mit Engelskopf als Deckel- knopf. Zinn; Zeichen (coburger Kopf; SH, darunter Lilie). Glocken: 1) ohne Inschrift, aus dem 15. Jahrhundert; 48 cm Durchmesser. 2) 1862. Kirchhof, wie es scheint, ehemals von Vertiefung erkennbar ist; am Eingang zwei darauf, an welcheln: 1767 gemeisselt ist. einem Graben umgeben, der in der steinerne Pfeiler mit einem Sturz