Sonnefeld. IGROSSGARNSTADT. 81 Schweifkuppel, welche, ein wenig eingezogen, in die Helmspitze übergeht. Gruner, Fortges. Bericht, S. 41. Lindner, Ans, im Rathh. zu Coburg. Orgelbau, aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, mit etwas Schnitzerei, durch- brochenen Ornamenten etc. und musicirenden Engelsfiguren. Kanzel am südlichen Triumphbogen-Pfeiler, aus dem Anfang des 18. Jahr- hunderts. Auf einem Steinsockel erhebt sich eine hölzerne, ionische Säule auf einem mit Löwenköpfen geschnitzten Postament. Darauf ruht die in vier Seiten des Sechsecks gebildete Kanzel, am Fussgesims mit geschnitzten und mit Engels- köpfen verzierten Brettern versehen. An den Ecken der Kanzel treten Consolen, mit Löwenköpfen geschnitzt, vor; an den Flächen stehen auf Akanthusconsolen und in Muschelnischen die gut, in lebhafter Bewegung gebildeten Evangelistentiguren. Holz, bemalt und vergoldet. Lesekanzel, mit: Anno 1835 und den Nan1en der Stifter, vom Grundriss: U, mit Ecksäulen und mit Rosetten bezw. einer Cartouche an den Flächen. Holz, weiss mit einigen Farben und Vergoldung. Nummernbrett an der Ostempore, aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, mit etwas Roccoco-Schnitzerei. Crucifix, wohl aus dem Anfang unseres Jahrhunderts, mit nach oben ge- richteten Augen. Holz. Figur Christi vor dem Nummernbrett, auf einer Console, 1858 von Joh. Engelharrlt gestiftet, hübsch geschnitzt, klein, stehende Figur mit der Weltkugel in der Hand. Holz. Vortragekreuz, von: 1797 [Christus fehlt], geschnitzt. Vortrage- k reuz, von: 1800, mit dem Gekreuzigten auf der einen, dem auferstandenen Heiland auf der anderen Seite und mit Roccoco-Ranken. Holz. Kelch, aus dem 16. Jahrhundert. Sechspass-Fuss. Am Knauf Würfel 111it roh gravirten Kreisen; dazwischen Flächen der Form: Schwerfällige Form, weil von Messingbronze; 161 [2 cm hoch. Kelch. Inschrift (nach Herrn Liebermann): GARNSTADT 1643 bezw. 1625, Gewichtsangabe und 1 F; M unter dem Fuss. Dieser hat Sechspass-Form und am Rand das geschlagene Muster: 0000m. Am so: {x gebildeten Knauf treten rautenförmige Würfel, gravirt mit: I V.S vor; dazwischen oben und unten getriebene Früchte zwischen Blättern. Silber, vergoldet; 18 cm hoch. Kelch. Inschrift undeutlich punktirt (nach Herrn Liebermann): ECKERS- MVHL ANNO 1663 DEM 17.MAI DOM.CANT.GROSSENGARNSTADTJESVS nebst Gewichtsangabe um den Sechspass-Fuss. Birnknauf zwischen Kehlen. Silber, vergoldet; Zeichen (augsburgerfP; M); 21 cm hoch. Glocken. 1) und 2) von J. A. Mayer in Coburg, mit je zwei Friesen, herzog- lichem Wappen und verschiedenen Nalnen; 104 bezw. 88 cm im Durchmesser. 3) 1825 von Albrecht. Grabstein an der südlichen Langhaus-Front; Inschrift für Rosine Juliane Richter, 1' 1714, mit einigen Verzierungen.