RonAcn, Stadtkirche. Rodach. (HandschriftL) Chronik der Stadt Rodach von 1138 bis auf die Gegenwart (um 1780, dann von anderer Hand fortgesetzt; auf dem Rathhaus zu Rodach aufbewahrt (Erweiterung aus Gruner I, S. 225 f.; II, S. 93 f.; III, S. 58 Hönn, S-Coburg. Historia 1'700, I, S. 266. Riemann," S. 7. Stadtkirche, Pfarrkirche. Grundriss-Form: Der Chor ist 11,7 m lang, 7,5 m breit, das Langhaus 23 m lang, 15,2 m breit; nördlich vom Chor der Thurmbau, in dessen Erdgeschoss die Sacristei und die durch eine Mauer von ihr getrennte Thurmtreppe (westlich). Die Kirche ist 1350 zur Pfarr- kirche erhoben und den beiden Johannes, sowie den Heiligen Nikolaus und Mar- garetha zu Ehren gebaut. Von diesem Bau stammt der Chor her. [M33 Vikarie der heil. drei Könige] Der 'l'hurm ist von 1471; an seiner Nordfront unten steht die Inschrift: anno g bomini g millefo g cccco (diese Zahl in einer vertieften Um- rahmung, wie ausgespart) g feptuageßnxo g pvimo g inceptum g eft g hoc g op? feia g teta g a? g letmfe (Im Jahre des Herrn 1471 ist dies Werk begonnen am 3. Festtage vor Laetare; s. auch unten: Gedenktafel). Diese Theile sind 1755, als das Langhaus gebaut wurde, restaurirt und zum Theil verändert, haben jedoch noch viel von den alten Formen bewahrt (trotz der Nachricht, dass bei der Zer- störung von 1632 Chor und Sacristei mit Pulver gesprengt wurden). Aussen an Strebepfeilern und Fenstern des Chores und am Thurm finden sich viele Stein1netz- zeichen (zum Theil anders gerichtet): I H T R- Im Chor sind an der Nordost-, Ost- und Südost-Seite je ein, an der Südseite zwei Spitzbogen-Fenster, gross und der Maasswerke beraubt, aber aussen noch mit tief- gekehlter Schräge profilirt. An der Nordseite des Chores führt eine später flach- bogig gemachte Thür in die Sacristei, welche ein Kreuzgewölbe von kehlprofilirten, unmittelbar aus den Ecken wachsenden Rippen hat. Weiter westlich von der in die Sacristei führenden Thür führt von der Chor-Nordseite eine rechteckige Thür zur Thurmtreppe. Geht man diese hinauf bis zum 1. Obergeschoss, so gelangt man mit einer kleinen Biegung durch eine Rundbogen-Thür in den oberhalb der Sacristei gelegenen Raum. Von diesem ist nochmals durch eine Wand mit Thür der Form: FH ein schmaler Raum abgetheilt., der, mit Tonnengewölbe gewölbt und eine eisen- beschlagene Lade enthaltend, wohl gleich als fester, abschliessbarer Raum gebaut gewesen ist. Hierüber sind die Thurm-Obergeschosse im Innern uugetheilt. Der Thurm hat ein Sockelgesims mit Kehlung im Profil, das an der Nordseite mit einem Absatz nach Osten zu tiefer geführt ist, sowie drei Zwischengesimse mit gekehlter Schräge und ein Dachgesims. In der untersten der so gebildeten Abtheilungen be- findet sich an der Ostseite eine neue, rechteckige Thür (zur Sacristei) und darüber ein schmal-rechteckiges Fenster mit schrägen Leibungen, an der Nordseite ein eben- solches Fenster; im 1. Obergeschoss an der Nordseite ein, an der Ostseite zwei schmal-rechteckige Fenster, von denen das untere der Ostseite sichtlich aus einem spitzbogigen zurechtgehauen ist; an der Siidseite (in den Chor gehend) ein solches Fenster; im 2. Obergeschoss an jeder Seite ein schmales, spater im Sturz giebel- förmig: l-"X gemachtes Fenster; im Obergeschoss an jeder Seite ein grösseres Spitzbogen-Fenster, mit tief gekehlter Schräge profilirt, mit Spuren einstiger Maass- werke. Auf dieses Geschoss folgt die nach Blitzschlag von 1648 durch Collecten