NEUSTADT, Kirchhof, Bank, Kapelle. OESSLAU. Neustadt. aus dem 16. Jahrhundert stammenden Ostmauer oben, nach der Kirche zu, sind aussen ein vermauerter Rundbogen und mehrere rechteckige Nischen, wohl einstiger Schiessscharten, sichtbar. Grabsteine an den Kirchfronten, aus dem 18. Jahrhundert. So rechts von der Südthür einer (A) mit einem Ehepaar in der Strahlensonne mit einem Schrift- band, unten und oben Engelsköpfe mit Schriftbändern, seitlich Palmen; eine Hand aus Wolken reichend halt eine" Krone über dem Haupt der Frau, eine andere aus Wolken reichende Hand mit Kreuz. 3 Grabsteine an der Ostmauer (Erbbegräbnisse); Inschrift für Oonrad und andere Glieder der Familie Eckstein, i" 1694, 1898, eingefasst von vier gepaarten, dorischen Säulen mit verkröpftem Gebälk. Grabstein an der Westmauer der Kirche; Inschrift für Ursula Ronua T 1800 auf einer Tafel, darüber der Oberkörper der Verstorbenen zwischen Wappen. Denkmal für 187Of7l, am Platz vor der Stadtkirche; auf Stufen-Unterbau ein Pfeiler, der einen Adler trägt, das Denkmal in Garten-Anlagen. Davor Denkmal Kaiser Friedrichs III.; dessen Bronze-Büste auf hohem, viereckigem Sockel. zu, sind einstiger [Stadtummauerung mit fünf Thoren, dem Sonneberger, Coburger, Zwitz- auer, Heubischer und Bad-Thor, noch zu Ende des 18. Jahrhunderts. Kessler u. Sprengseysen, S. 85; Gruner, Fortges. Bericht, S. 26.] Ban k, mit: 1764. südlich VOl1 Neustadt, Wege nach Boderndorf, VOIl Stein, [K a p e I I e Platzes, auf dem Bericht, S. 11.] der sie Ottilia auf dem Mupperg, östlich von Neustadt; Umrisse des gestanden, erkennbar. Gruner, Beschreib. I, s. 256; Fortges. Oesslau, südwestlich von Neustadt; 1162 Ozzelen (Dobenecker, Reg. II, Nr. 248), 1288 Ozzelin, Oselin, Oeselin, 1377 Ozlyn. 1306 wurden hier Güter, welche Erh. Wild unter der Lehnshoheit derer v. Sonneberg und Oberhoheit der Herren v. Lobde- burg und Leuchtenburg besessen, von diesen dem Kloster Sonnefeld gegeben. 1340 Osselein, 1516 Oesslen, um 1528 Osslml. Der Ort gehörte dann zum Rittergut (s. Gruner I, S. 270. Kessler u. Sprengseysen, S. 91. Kreysig, Beyträge z. Sächs. Histor. V, 1761, S. 316, nach Schoettgen u. Kreysig, Diplom. III, S. 675. Riemann, S. 13, Ort des Odo. Kirche, Toehterkirche von Einberg, zum Kannnergut gehörig, nur viermal im J ahre zum Gottesdienst beilutzt. Grundriss-Form: Der Chor ist 6,5 n1 lang, (3,4 in breit, das Langhaus 8 n1 lang, 7 in breit, die Sacristei südlich vom Chor 3,7 lll lang, 3 m breit. Gothischer Bau mit vielen er- haltenen, reichen und eigenartigen Einzelheiten. Der Chor hat ein Schlussjoch und