5 Neustadt. EINBERG. FEOHHEIM. 5 Grabstein an der Ostfront der Kirche; Inschrift für den Freiherrn v. Hen- niges, T 1720 (nach Mittheil. des Herrn Superint. Wittmann), in ovaler Umrahinung, mit Engelsüguren und Wappen. Sandstein. 2 Grabsteine an der Westfront der Kirche, der eine von 1625. Sandstein. [EhemaL Rittergut. 1162 Heinrich v. Einberg genannt. Das Gut gehörte 1383 denen v. Helfer, dann denen v. Schaumburg, Luc. v. Coburg, mit dessen Tode 1598 das Gut heimfiel. Dann kam es an E. v. Bach. Den Wappen in der Kirche nach gehörte es zu Ende des 17. Jahrhunderts der Familie Fomann v. Waldsachsen, in der Zeit um 1726 jedenfalls dem Kommandanten der Veste Coburg v. Hanstein (s. Grabstein in der (lortigen Kapelle), 1742 denen v. Schauroth. Gruner, Beschr. I, S. 263; III, S. 75 f.; F ortges. Bericht, S. 34.] Fßßhhßim, südlich von Neustaclt; 1162 (Dobenecker, Reg. II, Nr. 248) und 1270 Veeheln, 1317 Vechen, im Mittelalter Sitz eines Landgerichtes (Cent), als solcher 1288 erwähnt, 1516 Fechen, 1540 Fechheinl, 1520 abgebrannt, 1634 ein- geäschert, auf Kelchen des 17. Jahrhunderts: Fechen. Gruner 1, S. 263 f.; II, S. 108; III, S. 76 f. Karche, Jahrbücher d. Stadt Coburg I, S. 201, Anm. Kreysig, Beiträge z. Sächs. Histor. V, 1721, S. 307. Riemann, S. 13: Fach0's Ort. Schoettgen u. Kreysig, Diplomat. III, S. 650. 652. Kirch ß, einst des heil. Kilian (s. Gemälde und Kelch), 1309 dem Kloster Langheim einverleibt, später Pfarrkirche. Grundriss-F0r1n: Der einstige Chor, jetzt Taufkapelle, ist 6,2 m lang, 6,7 m breit, der Mittelraum, jetzt Altarraum, 4,1 m lang und breit, das Langhaus 17,1 m lang, 10,3 m breit. Ausserdem befindet sich nördlich vom einstigen Ghor und Mittelraum, einen Theil beider Fronten verdeckend, eine 5,2 m lange, 3,7 m breite Sacristei; ferner ist an der Ost-Ecke des Langhauses, in vier Seiten des Seehsecks nach Nordosten gerichtet, ein neuer Treppenthurm vorgebaut. Der Mittelbau mit dem Thurm ist romanischer Anlage. Im Erdgeschoss ist er jedoch mit geputzter Flachdecke ver- sehen, das Fenster an der Südseite rechteckig vergrössert. Der östliche Bogen [zu der ursprünglich an Stelle des Chorbaues gewesenen Apsis] ist zwar gelegent- lich des Chorbaues spitzbogig gemacht, hat aber noch die alten Capitelle: E der Pfeiler bewahrt. Das südliche Capitell hat eine Verzierung von Buckeln, die in der Mitte durch ein Loch vertieft sind. Der Thurm hat aus romanischer bezw. frühgothischer Zeit über dem Erdgeschoss an der Südseite ein Fenster in Kreuz- form: 63:; im Geschoss darüber an der Südseite ein schmal-rechteekiges Fenster, an der Westseite, jetzt nach dem Langhaus-Daehboden gehend, ein halb zerstörtes, rundbogiges Fensterpaar, im folgenden Geschoss an der Südseite ein grösseres, rechteckiges Fenster, an der Nordseite ein rundbogiges Fensterpaar (jetzt Eingang in den Treppenthurm) mit erneuertem Mittelpfeiler, zu dem vielleicht ein Stück alter Säule mit Eckblatt-Basis, sowie ein für die beginnende Frühgothik bezeichnendes Blättercajiitell wieder verwendet ist. Das oberste Thurmgeschoss, jüngerer Her-