Eisenach. STREGDA. TRENKELI-IOF. rund überwölbte Thürbogen, der auf S. 585 abgebildet ist. Architektonische Reste aus früherer Zeit lassen sich am Thurm nicht nachweisen. Es scheint daher, dass der Thurm im Jahre 1632 von Grund auf neu erbaut ist. Auch im mittleren Geschoss sind aus derselben Bauzeit alte Kragsteine erhalten, die ursprünglich als Auflager für Balken bestimmt waren. Je vier solcher Kragsteine befinden sich an der Nord- und an der Südseite. An einem der Kragsteine ist noch der alte Sculpturenschmuck, eine in Stein gehauene Gesichtsmaske zu erkennen. (Ab- bildung; S. 586.) Sie zeigt dieselbe Roheit der Formen wie die in Holz geschnitzten Masken an Fachwerkhäusern des 17. Jahrhunderts in diesen Gegenden (z. B. in Mihla). Die Kanzel scheint ebenfalls dem Bau von 1632 anzugehören. Auf diese Zeit deuten die architektonischen Formen der schlichten, aus Holz geschnitzten Bogenstellungen, mit denen die Wände der siebenseitigen Kanzelbrüstung ge- schmückt sind. Klingelbeutel aus der Zeit um 1800. Der versilberte Deckel ist mit ge- triebenen und gravirten Ornamenten verziert. Als eins der wenigen Beispiele dieser Art aus älterer Zeit von Interesse. Durchmesser des Deckels 12112 cm. Glocken: Kleine Glocke von 1788, nicht mehr vorhanden; sie trug die Inschrift: IM IAHR CHRISTI ANO-l788-GOS MICH KUTSCHBACH DA ALLEIN ZU GOTTES EHREN WILL ICH MICH LASSEN HOEREN. Mittlere Glocke von 1802 mit der Inschrift: CHRISTIAN GOTTHOLT AVGVST GOSSIVS PASTOR SEN ZV NEVKIRCHEN STRECKDA VND HOEZELSRODA GEORG HEINRICH SCHWERDT PAST:SVBST:P.BOTTEL AVS LVXEM- BVRG GOSS MICH ANNO 1802. Unterer Durchmesser 0,73 m, Höhe 0,60 m. Alte Dorflinde auf erhöhteln Platz, dessen alte steinerne bis zum Jahre 1906, der Zeit des Neubaues der Kirche, erhalten hat den aussergewöhnlichen Umfang von 5,80 m. Einfassung noch war. Die Linde Ueber M 0 S ß b 8 F Q und P 0 St SIE i H siehe die Beschreibung von H u g 0 P eter in Bau- u. Kunstdenkmälei" Thüringens, Heft 39, Stadt Eisenach, S. 380-383. Trenkelhof (1440 Trengelbach, 1613 Drmgclhof), Kammergut, zu Grossen- lupnitz gehörig. Es war schon 1440 landgrafliches Eigenthum. Um 1600 war der Hof Trenckelbach "fast verwüst". Die Hälfte rührte von denen v. Erffa zu Lehen, und Jost Holtze von Furte (Förtha) kaufte ihn von Heinz Blaurock, die andere Hälfte erwarb Wolfram Krenzburg von Windischsula. Die Beuernfelder und Bolle- röder hatten dahin Erbzins und Frohnen zu leisten. 1668 kaufte es die herzogliche Kammer von den Erben des Rathsmeisters Rasch zurück. Litteratur: Thomas HuStA. Weimar, Amtsbeschr. Kirchenbuch, F 318. v. Buttelstedt, Neue Mitth. d. Thün-Sächs. Ver. XII, S. 427. v. Mehler 1765. Kronfeld, Landesk. II, S. 331f.-- Rothes H. H.