Eisenach. ETTERWINDEN, Geschichtliche Nachrichten. 437 Etterwinden, Kirchdorf mit 100 Wohnhäusern und 652 Einwohnern, 11 km südlich von Eisenach, nahe an der Eltequelle gelegen, Filial von Eckardtshausen. Dazu gehört der Hof Taubenellen oder die Taubeneller Mühle. Geschichtliche Nachrichten. Nach alter Ueberlieferung hätte das Dorf früher an der Taubeneller Mühle gelegen und Schönewinden geheissen. Es wäre im dreissigjährigen Kriege zerstört und auf die jetzige Stelle gebaut worden. Doch ist das wohl nur Sage, deren geschichtlichen Untergrund wir nicht kennen. Etterwinden ist ebenso wie Eckardtshausen alter landgraflicher Besitz und Zugehörung der zwischen Waldiisch und Etterwinden gelegenen Burg Ringel- steinit), mit der die Frankensteiner belehnt waren. Doch war es wie diese Fachwerkhaus.des 17. Jahrhunderts. In Etterwinden Dörfer noch in den hersfeldisch-frankensteinischen Wildbann eingeschlossen, denn die nördliche Wildbanngrenze ging von Förtha nach dem Kissel. Nach dem Namen des Dorfes zu schliessen, sind hier Wenden angesiedelt worden, vielleicht von Eckardtshausen aus. 1292 wird der Name Eifer-winde in Verbindung mit Toubenellende (Taubenellen, s. u.) und Blikers (unbekannte Wüstnng) genannt. 1349 hatte Wolfram Schrimpf in denselben Orten Einkünfte vom Landgrafen zu Lehen. Um 1450 wurde Georg v. Reckrodt mit Waldiisch, Eterwynden, Oclaershztsen und der Wüstung zu den Kotten belehnt, die vorher sein Schwager Ludolf v. Weberstedt hatte, und die zum Ringelstein gehört hatten. S0 ist der Ort in den Besitz der Reokrodt gekommen, die auch sonst im oberen Siehe Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens XXXV, S. 115-117. H) Aufnahme des Eisenacher Amateur-Photographen-Vereins. Herausgeg. für das Eisenacher Land. VOm Bunde Heimatschutz