436 ETTENHAUSEN, Kirche. Eisenach. 1745 seine jetzige Gestalt erhalten. Darauf deuten namentlich die schmalen, sehr hohen, rechteckigen Fenster. Einige andere Fenster von ovaler Form stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Dem entspricht auch die Ausstattung des Innern des Hauptraumes. Die kunstlosen, zweigeschossigen Emporen ruhen auf vierkantigen Pfeilern. Der Raum zwischen den Emporen ist mit einem halbkreisförmigen Tonnengewölbe aus Holz überdeckt. Die ornamentale Bemalung stammt aus den letzten Jahrzehnten. Der Hauptraum ist 11,1 m lang, 7,2 m breit. Die Kanzel, aus Stein, zeigt die Renaissanceformen des 17. Jahrhunderts und gehört zu der älteren Ausstattung, welche der Hauptraum vor der Bauzeit von 1745 hatte. (Abbildung auf dieser Seite.) Die Kanzel ruht auf einem vier- kantigen Pfeiler, der sich nach Üxl-diw unten verjüngt. Die Brüstungs- 5157" i mauer bildet im Grundriss den Theil eines Achtecks. Die g j qytiäi v Aussenseiten sind mit derb ge- f , I-IWT-tt, meisselten Blüthenstengeln ver- 1,11." _1 v, ziert, die in ganz ähnlicher Weise 1:, mm, auch au den hölzernen Emporen der Kirchen in diesen Gegenden .V I "Pääla, "ä vorkommen, z. B. in Möhra. f w, Der Taufstein ist an den Er; , M Aussenseiten des rechteckigen V1 (1 Beckens mit gothischen Klee- l blattbögen verziert, doch die i, Formen deuten nicht mehr auf ist ä- 6 die Zeiten des Mittelalters, son- l dern auf das 17. oder 18. Jahr- w o hundert. Orgel und Glocken sind neu. "a Abendmahlsgeräthe. 1x F, Oblatendose von 1717, rund. Mit einem Monogramm, dessen Buch- Altarraum im Thurm der Kirche zu Ettenhausen. staben Wahrscheinlich GLK ge- lesen werden müssen, darüber eine Krone. Oblatendose von 1770, oval. Darauf ein kleines aufgenietetes Cruciiix und die Inschrift: amor mcus crrucijäxzzs Jesus.M Weinkanne von 1772 mit einem Rankenfries am Henkel und mit den Namen der Stifter. [Ehemals hatte die Kirche eine Glocke von 1484 mit der Inschrift: ave YÜGÜG gracia plena ÖOmiHUS margaretlya (W.Rein. Archäolog. Wanderungen, Zeitschr. a. Ver. f. um. Gesch. 4, s. 420).] Dorflinde, nahe dem Kirchhofsthor auf nicht ummauertem Platze. Die Zweige sind in der bei Dorflinden in diesem Bezirk sonst nicht mehr vorkom- menden Art wagerecht gezogen; ein sehr stattliches Beispiel dieser Art.