59 Buttstgdt, Mmnswnnw. Nmumsnonr. 455 Kelch, aus dem 17. Jahrhundert. Fuss rund, mit getriebenen Kreisen als Randmuster, auf der Oberfläche durch getriebene Buckel sechspassförmig gestaltet; zwischen den Buckeln sind Ranken gravirt. Knauf gedrückt rund, daran Würfel, nur durch Kehlen von Eiern getrennt; auf diesen, wie am Schaft gravirte Ornamente. Silber, vergoldet. Kelch für Kranke, mit: M.J. OÄWenzel. 17.92. Zinn. Hostienbüchse, mit: Abraham Freudenreich Uonsul J enensis 1696, rund. Silber. G1 o e k e'n. denselben. 1804 von Gebr. Ulrich in Apolda. 1,45 am Durchmesser. 1840 Sogenannter Slßllßlhßf, 1723-1765 dem kurfürstlichen Commissionsrath und tennstedter Kreisamtmann Lauhn gehörig, ward von dessen Nachfolger der Universität Leipzig vermacht und wird von dieser verpachtet. Am alten Wohn- gebäu de, der jetzigen Küche, befindet sich noch eine Rundbogen-Thür im Renais- sance-Stil, mit schön in mehreren kräftigen Wulsten und Kehlen gegliederter Archi- volte, deren Rundbogen-Pfeiler unter dem Kämpfergesims, als eine Art Capitell, ein Halsglied mit Cannelirungen (wie das Nordportal der buttstädter Kirche von 1551) zeigen; während die Innenkanten dieser Pfeiler sich in dem Rundbogen fortsetzen, steigen die Aussenkanten senkrecht in die Höhe, bis sie die Archivolte überragen, so eine Rechteck-Umrahmung bildend, und werden von einem wagerechten Gesims oben abgeschlossen. In der linken der so auf einfachste Weise entstehenden Zwiokellläche ist das Entstehungs-Jahr: 1658 angegeben. Im neuen, schmucklosen Wohngebäude befinden sich in einem Zimmer des Obergeschosses Oelbilder, Brustbildnisse wohl eines Vorbesitzers aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, mit Allongenperüoke, sowie dessen Gemahlin, dann des Commissionsrathes Lauhn aus der Zeit um 1765 und seiner Gemahlin. Kronfeld a. a. 0. B. Fr. R. Lauhn, Annae Luciae vitae curri- culum, Lips. 1'771, S. 41. A. Schumann, Lexikon XVIII, S. 33. WOIIIIIIHUS, schräg gegenüber der Kirche; zwischen Thor und Thür eine Figur von einem Grabstein des 18. Jahrhunderts, allegorische Gestalt des Glaubens (mit Kelch) eingemauert. Nermsdorf, 51,2 km südwestlich von Buttstädt; Nemannestorph des fuldaer Zinsverzeichnisses von angeblich 874; 1368 Nermisdorif; bis 1346 unter der Ober- lehnsherrschaft der Grafen von Orlamünde, dann der Landgrafen von Thüringen. Bis zum 16. Jahrhundert hatte das Stift zum heil. Kreuz in Nordhausen Besitz und das Patronat der Pfarrei daselbst. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Ort der Vogtei Brembach (s. Grossbrembach) eingeordnet, 1735 mit dieser dem Amt Hardisleben; es gehörte bis 1850 unter das Gericht des Rittergutes (Gottfahrt bzw. Göchhauseu, dann Schortmann) zu Buttelstedt. Die Diöcese Buttstädt 1842, S. 33-35. Dronke, Tradit. fu1d., S. 132. Dronke, Cod. diplom. fuld., S. 274. 0. Franks, Das Rothe Buch von Weimar, S. 47. 49. Kronfeld, Landeskunde II, S. 241. Michelsen, Ausgang d.