Beleuchtungserscheinungen und Schatten-- angaben an Körpermodellen. Eine richtige perspektivische Darstellung eines Körpers in Konturen wird in den meisten Fallen geeignet sein, ein richtiges Bild des Gegenstandes in unserem Auge entstehen zu lassen. Allein einen körperlichen plastischen Eindruck wird eine Zeichnung erst dann in vollem Masse machen, wenn auch die Licht- und Schattenwirkungen in korrekter Weise wiedergegeben sind. Die Schüler müssen daher beim Körperzeichneri auch geübt werden, Licht- und Schattentöne richtig zu beobachten und darzustellen. Hierbei wird aber nicht etwa eine weitgehende künstlerische oder effektvolle Darstellung in Betracht kommen, sondern nur die Fertigkeit, körperliche Gegenstände in ihrer zeichnerischen Wiedergabe noch klarer zu gestalten, als es durch Konturen allein möglich ist. Es soll deshalb mit den Übungen im Schattieren schon sehr bald, das ist gleich bei der ersten Aufgabe nach dem Körpcrinodelle, nachdem die Übungen nach dem Draht- modelle beendet sind, begonnen werden. Dabei kann von einer wissenschaftlichen Schattenkonstruktion nicht die Rede sein, vielmehr hat das Schattieren nur nach freier Auffassung, nach dem Eindrücke zu geschehen. Das Verständnis für die Beleuchtungserscheinungen wird sich erst nach und nach auf Grund der vom Schüler am Modelle selbst ge- machten Beobachtungen entwickeln lassen.