24 Ein Teil der Schüler wird das Modell von vorne, der andere von links oder rechts sehen, also jeder ein anderes Bild des Modelles erhalten. Die Schüler prüfen nun durch Visieren die Längen und Richtungen der Geraden. Nach genauer Beobachtung werden sie vor zillem ge- wahr, dass die Seiten des rückwärts liegenden Quadrates kleiner erscheinen als die vorderen, obwohl in Wirklichkeit die beiden Quadrate gleich gross sind. Diese Beobachtung, dass Gegenstände, welche weiter entfernt sind, kleiner erscheinen, als solche von derselben Grösse, welche sich naher an dem Beschauer belinden, hat wohl jeder Schüler schon in der Natur gemacht. Die Telegraphenstangen, welche einer geraden Strasse entlang stehen, oder die Baume einer geraden Allee scheinen nach der Ferne zu immer kleiner zu werden, obwohl sie gleich hoch sind. Daraus ergibt sich das erste und Wichtigste perspek- tivische Grundgesetz, auf das sich alle scheinbaren Formen- Veranderungen zurückführen lassen, nämlich, dass alle Gegenstände um so kleiner erscheinen, je weiter sie vom Auge des Be-schauers ent- fernt sind. Es wird sich empfehlen, dieses wie alle späteren aus der Anschauung abgeleiteten Gesetze an dem Demonstra- tionsapparzit DäIClIZIIWGlSGII und recht klar und deutlich zu veranschaulichen. Bei der zeichnerischen Darstellung des aufgestellten Modelles behalte jeder Schüler seinen Standpunkt bei, ohne sich nach links oder rechts zu bewegen. Es kann sich jeder davon überzeugen, dass er das Modell bei jeder Be- wegung des Kopfes nach links oder rechts v era n d ert sieht. Sollte ein Schüler von seinem Platze aus zwei Linien am Modelle, welche hintereinander liegen so sehen, dass sie sich decken, oder das Modell zu sehr von der Seite