ERLÄUTERUN GEN ZU 247 .252 Unöekannter Meister. 111-11. 71111111. nixtixclz: Kunst. Statue eine: Fixclmrs. Chr. Helle- Stagio (Eustackio) Slagi. 11302512 Madonna mit läud. 1496- T oskanixclze Der alte Fischer, welcher mit der vorgestreckten, jetzt ergänzten Hand eine Angelrute gehalten zu haben scheint, während er in der Linken ein Gefäss mit Fischen trägt, steht, bis auf ein Lendentuch nackt, etwas nach vorn geneigt. In der kläglichen, blöden Miene des Greisengesichtes wie in dem welken Körper ist ein mühevolles, karges Leben in rücksichts- loser Charakteristik zum Ausdruck gebracht. Mehrere Wieder- holungen der Statue sprechen für eine gewisse Berühmtheit des verlorenen Originals, welches man gerne der Alten des Myron gegenüberstellen möchte, wenn hiefür ein Anhalts- punkt aus den Quellen vorläge. Die Statue, von dem Fürsten Doria Pamfili dem Papste Clemens XIV. geschenkt, befindet sich in der Galerie der Kandelaber des Vatikanischen Museums. Marmor. Lebensgross. Die als Specimen ausgewählte Madonna, welche eine gewisse Flüchtigkeit des Vielarbeiters nicht verkennen lässt, gehört zu den zahlreichen plastischen Werken, mit welchen Eustachio Stagi als Nachfolger des 1526 von der Pest hin- gerafften Pandolfo di Bernardo Fancelli von 1528 an die Kathedrale von Pisa schmückte, wobei ihn von 1546 bis an seinen Tod (1563) der Hochaltar fast ansschliessend in An- spruch nahm. (VglJVasari, Vite, ed. G. Milanesi. T, VI. p. 114 sg. V. 127.) Carrarischer Marmor. Lebensgross. 2 5 I Giovanni da Bolagna. 1524-1608. VlävzzisrlzJfaließzisclze Kraut. Das badmde Mädchen. 248 wzöekannler M 62.5187. Anfang dex XVI. Yalzrlz. Oberrieulsrlze Ifunst. Zwei männliche Büsten. Zwei von den vier wohlerhaltenen Büsten unbekannter Bildnisse, welche wahrscheinlich einst den jetzt verschwun- denen grossen Fronaltar des Münsters von Strassburg zierten, der 1501 von Nikolaus von Hagenau ausgeführt worden ist. Der schlafende Mann hält eine gerollte Urkunde mit Anhänge- siegel, die Gebärde des Kahlkopfs ist unverständlich. In S. Marx zu Strassburg. Holz. 0,34 m. Eine nackte, mädchenhafte Figur, eben dem Bade ent- stiegen, erscheint eben beschäftigt, sich mit einem Tuche zu trocknen. Sie stützt hiezu das linke Bein auf einen ara- ähnliehen Sockel, auf dessen unterer Plinthe man, auf die drei Seiten verteilt, die Worte Ioannes Bologna Belga liest. Die gleiche Figur gleicher Grösse befindet sich unter dem Namen Una Bagnante in den Uflizien zu Florenz, eine ähn- liche, jedoch beträchtlich kleinere (I4 cm hoch), im Museum zu Braunschweig. (A. Ilg, Giov. da Bologna und seine Be- ziehungen zum kais. Hofe. Jahrbuch der kunsthist. Samm- lungen des Kaiserhauses, IV., Wien 1886 S. 38 f.) Von Kaiser Rudolph II. für Prag erworben, aus der kaiserlichen Schatz- kammer in Wien in die Ambraser Sammlung und von da in das Kunsthistorische Museum zu Wien gelangt. Bronzestatuette. 0,25If2 Cm 110011. Hans Brüggemann. Adam und Eva. 1470 1528. Deutsche Krmxt. Von dem grossen, um 1521 ausgeführten Schnitzaltar Briiggemanns im Dom zu Schleswig haben wir schon in Nr. 167 und 234 vier Reliefs, die Grablegung und Limbus- fahrt Christi, Abraham bei Melchisedek und das Passahfest gebracht und dazu die historischen Nachweise über das ganze Werk gegeben. Unsere zwei Figuren stehen, wie die Vignette des ganzen Altars zu Nr. x67 zeigt, in den Seiten- tabernakeln der Schreinbekrönung und geben eine noch höhere Vorstellung von den realistischen Studien des Meisters, wie die Reliefs. Holz. Unterlebensgross. 252 Solis e! Lzkenciado. 1. Hälftzde: XVII. 7mm. Spanixchg Äienst. Siatue der Gererhtzgkeit. Die auf einem Architekturstück sitzende Figur mit trauernd emporgerichtetem Haupt und gemustertem Gewand, entbehrt zwar jetzt des einst von ihrer Rechten gehaltenen Attributs (der Wage), trotzdem ist die Bestimmung der Figur ausser Zweifel, da sie zu den Darstellungen der vier Tugenden gehört, welche Solis, der seinen Lehrer juan lYIartinez Montaiiez bei dessen Arbeiten in der Karthäuserkirche von S. Maria de la Cuevas unterstützte, 1617 und 1618 für zwei Choraltäre schnitzte. Museum von Sevilla. Holzskulptur. Lebensgross. Skußiurznsclzaiz II. Band;