ER LÄUTERUN GEN ZU I3 Unöekannier Muster vom Anfang des f. Yalzr- kundgyly 7A Römisrlze zVum-t. Grabgruppe in Marmor, sog. Cata um! Porcia. Die Bildnisgrulape eines römischen Ehepaares giebt einen ältlichen Mann mit einer noch jugendlichen Frau. Der Gatte mit kurzgeschnittenem Haar und bartlosem faltenreichen Ge- sicht, die Brauen streng zusammenziehend und die Lippen gepresst, ist ein charakteristischer Typus eines thätigen und besonnenen Römers der ersten Kaiserzeit. Er fasst in der mit einem Siegelring am kleinen Finger geschmückten Linken die über seine Schulter geworfene Toga und reicht die Rechte der neben ihm befindlichen Frau, welche in der Haartracht der Epoche der julisch-claudischen Dynastie und in dem nach Art der Grabfiguren über beide Achseln gezogenen Mantel- tuch, die Rechte in die Hand des Gatten und die Linke auf dessen Schulter legt. (Vgl. W. Helbig, Führer durch die öffentlichen Sammlungen klassischer Altertümer in Rom. 1891. I. 233. P. Arndt, Griech. und röm. Porträts. Taf. 210.) In der vatikanischen Antikensammlung. Halbflguren nach vorn. Höhe mit Plinthe 0,58 m. 14 Unöekannter Meisler des f. Yalzrlzzznderls n. Chr. Römirclzer brellenisnzur. Bronzestatuen von iugendlizhzn Ringem. Nach vorn geneigt heben beide Jünglinge Haupt und Blick, um dem Gegner ins Auge sehen zu können, und halten den rechten Unterarm mit zum Greifen geöffneter Hand angriffs- bereit im rechten Winkel zum Oberarm. Die Proportionen ihrer schlanken Körper machen es unwahrscheinlich, bei den Werken an myronische Richtung zu denken, so sehr auch Stellung und momentane Bewegung daran gemahnt, sondern lassen vielmehr direkte Vorbilder aus lysippischer Schule voraus- setzen, womit auch die Behandlung des fein ziselierten Haares übereinstimmt. Aus Herculaneum. Im Museo Nazionale zu Neapel. 1,08 und 1,15 m hoch. 15 Unöekanzzler Makler des XII]. Yalzrlzuzzderts. Deutuke Kunrt unler dem Eiagflurs der ßwzzäsirclzen. Stein- statum der Kirzlze und der Synagoge. Die allegorische Gestalt der Kirche, gekrönt, die Kreuz- fahne und den Kelch in den Händen, trägt einen an der Brust mit einer Agraffe geschlossenen Mantel über dem langen gegürteten Oberkleid. Die Gestalt der Synagoge steht ge- beugten Hauptes und mit verbundenen Augen, mantellos, die geknickte Fahne des alten Bundes und die mosaischen Gesetze in den Händen haltend. Unter den Baldachinen über den Figuren befinden sich Inschriften, und zwar über der Kirche: xMit Christi Blut überwind ich dichc, und über der Synagoge: xDasselbig Blut, das blendet michc. Die Schlankheit der französischen Vorbilder erscheint an den beiden Statuen bis zu neun Kopflängen übertrieben. Die traditionelle Zuteilung der Figuren an Sabine von Steinbach ist unbegründet (Vgl. E. Meyer-Altona, Die Skulpturen des Strassburger Münsters. Strassburg 1894.) Portalschmuck des südlichen Querschiffs des Münsters von Strassburg. Ueberlebensgrosse Figuren. 16 [Eilzßpo BruneZlesclzz' (1377-1446) und Lorenzo Gklßgrlz. (1378-1355). Florantinische Schule. Bronze- reliefr mit der Opferung Isaakr. Die von Lorenzo Ghiberti herrührende Thürfüllung stellt den Patriarchen Abraham nach rechts gewandt dar, das Opfermesser gegen den Hals seines auf einem Altar knienden Sohnes zückend, oberhalb rechts den herabschwvelven- den Engel, und links den auf einem Felsen kauernden Widder, unten das Lasltier mit zwei Figuren. Das YVerk Brunellesehis giebt dieselbe Scene, jedoch den Patriarchen nach links ge- wandt vor dem in der Mitte befindlichen Altar, Isaak auf einem Knie, den Engel das Opfermesser hemmend und den YVidder links neben dem Altar, während die beiden Ge- stalten unterhalb sich rechts und links vom Lasttiere befinden. Diese beiden Konkurrcnzstücke um das zweite Portal des Battistero S. Giovzlnni in Florenz (das erste war von Andrea Pisano ausgeführt) hatten bekanntlich den Erfolg, dass dem Ghiberti der Sieg ZUflEl. Vasari, Vite, ed. Milauesi II. p. 334. sq., wo indes irrtümlich auch von Donatellds Mitbe- werbung gesprochen wird. Museo Nazionale (Bargello) in Florenz. Bronzereliefs in Vierpassumrahmung. 17 Donaiello (Donato di Nzccolb di Bette Bardz) 1386-1466. Flarentiniscke Schule. B-ranzenz Raiterstatue dm Gattamelata. Der venetianische Generalkapitäzm Erasmo von Narni, gen. Gattamelata 1443), im Panzer mit gewaltigem Sclnvert und langen Sporen, in der Rechten den Kommandostab, in der Linken die Zügel haltend, sitzt auf einem mächtigen Streitrosse. Das Werk, 1447 gegossen und 1453 auf- gestellt, ist das erste bedeutende Denkmal der Art seit der Antike, in der Renaissance überhaupt nur noch von Ver- rocchids Colleoni überboten, und wurde mit 1650 Golddu- katen (52 300 Lire) bezahlt. Der hohe Marmorsockel ist "t mit einem Putten- relief geschmückt. J Das Holzmodell zu dem Pferde (vgl. "agil laeistehende Vig- 4.f "f nette) befindet sich .1 IF in Palazzo della 9.1 - _ Ragione zu Padua. 35515,; (vgi. w. Bocle, Die {h (g, "s. ltallemsche Plastik "t p 1891. S. 63. A_ x t w i, gläria, Dognatello a g w a ova. r 95. Auf dem Platze vor)dem Santo zu Padua. lfulzzzzazlrll zum Ifferd der Gattanwlnla. Uebellebensgrosi 18 HtZWS Vvlkßllß?" f mzrlz 1549. [Viiwzötrgtr Schule. Bronze- rlatue de: Apollo a]: Bogenrclzzilze (Brunnenßgurj. Die jugendliche Gestalt, nackt, mit dem Köcher am jetzt fehlenden Bande und den Pfeil an dem gespannten Bogen, steht auf einem mit vier delphinreitenden Putten ge- schmückten Sockel. Dieser trägt das Datum 1532, so dass die übliche Zuteilung der Figur an Peter Vischer den jüngeren, welcher schon 1528 vor seinem gleichnamigen Vater starb, sehr unwahrscheinlich ist, während wir allen Grund haben, das ganze Werk dem Geschäftsnachfolger des 1529 verstorbenen Peter Vischer des Aelteren, dem bedeutendsten unter den über- lebenden Söhnen des Altmeisters, nämlich Hans Vischer zu- zuschreiben. (Vgl. W. Bode, Geschichte der deutschen Plastik 1887. S. 156.) Ursprünglich für die Gesellschaft der Bogen- schützen in Nürnberg bestimmt, gelangte das WVerk in einen Hof des Nürnberger Rathauses, in welchen es, eine Zeit lang im Germanischen Museum zu Nürnberg aufgestellt, neuestens zurückversetzt worden ist. Halblebensgrosse Bronzefigur. Skubßlurensshatz I. Ba nd;