Buch Zweiundzwzmnzigstcs in schauerlichen Scenen des Verraths, Betrugs, der Grausamkeit schildert. Hat die dem Künstler auferlegte Allegorie, Welche sich nur durch die bei- gesetzten Inschriften erklärt, etwas WYOTSlZlITIITIQIIÖGS und Unnatürliches, so tritt seine Begabung um so schöner in den Einzelfiguren hervor. Die Iustitia und namentlich die Concordia (Fig. 40) gehören zu den edelsten Schöpfungen nicht nur der Schule, sondern der gesammten Kunst, Anmuth und Wlürde in gleicher Weise paarend. Ghibertfs Urteil: ,Ambru0gi0 Lorenzetti fu perfettissivno rii gramle ingegno: fu nobilissiaizo (lisegnatorc ed altrißvzente dotto ehe nesszmo dqqli (aylf, sagt demnach nicht zu viel. Wenn der grosse Bildhauer Ambruogiok Wissen lobt, so mag sich das zunächst auf die Thatsache beziehen, dass der- selbe, einer der Frühesten, seine Aufmerksamkeit auf Werke der antiken Kunst richtete: wie denn seine Zeichnung einer antiken Statue, längst nach- dem diese verloren war, Ghiberti selber erfreute. Aber auch darüber hinaus liebte es Ambruogio, seinen Geist durch das Studium der Litteratur und den ß L2 ay LFTFQ , r , o, 4 mtnwsz-"wruuüm im, i?! Pm- L romcvao "Wütvuzin nmawxnzglzn:märranuunlßivsjfi1.x- msmavrlvn ' co mrrw . 3. r ä m?! M MMÜ ä u X 4A z! v ) Z -Äg4iÄ.ägägäjiß5ä " bi L f- _ V f. ; ' 4'517 w-"ß 1 w (a5 z. w - ßb- v9 v .1 Q Q5 i] I l xi (f In '31 i-"Ää -l' V . t J v u [j ä 5MWÄEIÄIÄQNEPDEPSSIEIÄFIIÜÜÄÄEYÄTEQXA_ I 2 Amhruogio Lorenzctti, Allegorie des ,guton Rcgimcntesä Palazzo pubblico zu Sie: Umgang mit Gelehrten zu nähren; darin, wie Vasari sagt, mehr wie ein Edel- mann und Philosoph denn wie ein Künstler lebend, und dem Gesehmacke des Volkes wie den Wandlungen des Glückes unzugänglich. Dieser gelehrten Rich- tung seines Geistes werden wir es auch zuzuschreiben haben, wenn wir in den den Fresken des Palazzo pubblico beigesetzten Inschriften sozusagen einen Cursus der Moral und Politik, ganz auf Aristoteles gestützt, ausgesprochen finden. Mit Wehmuth nimmt man Abschied von diesem grössten Vertreter der sienesisehen Malerei. 1345 wird er zuletzt urkundlich genannt. Sein Tod fällt fast zusammen mit dem grossen ,Sterbent', der 1348 die Lebenskraft seiner Vaterstadt und zugleich diejenige seiner Kunst brach. Der Verfall der letztern hatte aber auch andere Ursachen. Solange die Sieneser Kunst auf dem ihr eigenen Localboden verharrt, blüht sie; sie geht zu Grunde, seit dieser Boden mit dem Hader der Parteien, dem Triumph der Demagogie, endlich dem Untergang der nationalen Freiheit ihr unter den Füssen versclnvindet, und sie gewinnt nur wieder Bedeutung, wo der Versuch gemacht wird, ihn wieder zu gewinnen.