106 Cnsselergell), Mixleralgelb. 1- Lichter gelber Ocker. eingelührt werden. Man muss weiter zum Ülrosle erfahren, "dass die Chromgelbe eine u nglaubliehe Menge weisser Zusätze vertragen, ohne dass diese Bei- mischilngen durch das Ansehen bemcrklich oder ah- schätzbar sind." (Gentele) Bei einer solchen Fabrikations- weise und einem solchen Handelsbetriebe ist eine Warnung gewiss zeitgemäss, und nehme man dies Beispiel für viele. Reines schwefelgclbes Chromgelb enthält in 100 Theilcn: (nach Gmitele) 70,9 Bleioxyd, 16,5 Chromsiiure; die hervorragendste Eigenschaft der Chrornsiiure ist ihre eminente Unbeständigkeit, in Folge deren sie ausserordentlich leicht einen Theil ihres Sauer-steifes verliert, daher ist die Chromsi-iure ein cnergischcs Oxydations- oder {Trockenmittel (Gcr. Besancz). 12,6 Schwefelsäure. 100,0. Reines dunkelcitronfarbiges Chromgelb in 100 Thcilen: 68,2 Bleioxyd, Mßlß pllromsäilie, 100,0. Die zwischenliegenden Nuancen sind Gemenge beider, in sehr ver- schiedenen, absichtlich dargestellten Verhältnissen. Die rothen reinen Ohromgelbe enthalten in 100 'l'hcilen: 81,1 Bleioxyd, 18,9 Chromsäuse, 100,0. Alle orangerothen Chromgelbc sind ebenfalls in verschiedenen Proportionen gefertigte Gemenge der dunkelcitrongelben mit diesen. Von dem Casselergelb und dem Mineralgell) ist das Gleiche zu sagen. Dieselben sind nicht haltbar, darum sollen künstlerisch keine Verwendung linden. Casselergclb be- steht aus Bleioxyd und Chlorblei, kommt im Handel nur in Stücken vor, und kann nicht verfälscht werden. Mineral- gelb ist gemahlenes Casselergelb, welches durch fein ge- mahlenen Schwerspath verfälscht werden kann. Mit Grünspan gemischt verschwindet es, schweielhaltige Farben schwarzen es. "l" Lichter gelber Ocker (trocknet, rein gebraucht, ziemlich langsam); beansprucht auch 75 "[0 Oel zu seiner Verreibung. Es ist, kurz gesagt, eine vortreffliche, un- entbehrliche Farbe. Sie greift keine Farbe an und wird von keiner Farbe angegriffen. Weil ihre seltenen Eigenschaften auch von den anderen Ockcrfarben getheilt werden, so em- piiehlt sich gewiss eine kleine Besprechung. Das färbende Prmclp im Ocker ist Eisenoxyd und tritt dasselbe bei den