104 J uune Chro bei stärkerem Erhitzen dunkeler gefärbte Producte erzielt werden, welche eine fast orangenrethe Färbung erreichen können. brlnant" Jaune brillant, hell und dunkel, (trocknet ziemlich gut); es ist eine Mischfarbe, und deshalb hier nicht zu besprechen. Wenn die unbestimmt angegebene Mischung richtig ist, dann ist die Farbe von recht zweifelhaftem Werthc, weshalb Keim dieselbe auch wohl nicht auf- genommen hat. Bleibt also am besten von der Palette! "ngem Chromgelb (trocknet ziemlich schnell); es ist noch viel weniger als die Vorehrwähnte Farbe zu empfehlen, da es sich selbst sowohl, als auch die demselben bei- gemischten Farben ändert. Unter der Aufschrift: „Specielle Anweisungen zur Dar- stellung der Chromgelbe"; "Darstellung der hellcitronengelben Chromgelbe" findet sich bei Gentele ein die vollste Aufmerk- samkeit verdienender Abschnitt. Da heisst es: "Soll nun dieses Chromgelb diejenige Waare werden, welche als Chromgelb hell- citron, chemisch rein, hellcitron Chromoxyd, im Handel vor- Anweisungen wohl wundern, ein Umstand, der wenig geeignet erscheint, das Vertrauen zu der Verlässlichkeit besagter Farbe zu erhöhen. Dies wird aber geradezu erschüttert, wenn wir einen Fachmann sich dahin äussern hören, dass viele dieser Vorschriften eine ziemlich willkürliche Anordnung der Bestandtheile aufweisen, weil sich keine wissenschaftliche Begründung dafür auffinden lässt! Deshalb findet sich wohl schon der Rath, Dies oder Jenes fortzulassen, weil man nicht weiss, wofür es dient. Gibt es aber denn vielleicht nicht auf vielen anderen Gebieten nicht auch uuaufgeklärte Erscheinungen? Und doch lehrt uns die Er- fahrung. dass jene dem Zufall oder einer glücklichen Verkettung von Umständen zu denkenden Flntdeckungen das Richtige haben treffen lassen! Wir haben demnach als Künstler gewiss allen Grund, diesen Materialfragen, die von Vielen als etwas Nebensächliches betrachtet worden sind, fürderhin die grösst-denkbare Aufmerksamkeit zugewandt zu sehen und selbst zuzuwenden. Ich will aber hier noch kurz die von Bersch gemachte Angabe zu begründen suchen. Gorup-Besanez sagt bei Besprechung der Eigenschaften der Antimonsiiure, hier, beim Neapelgelb, handelt es sich ja um amtimonsaures Bleioxyd naehdem erklärt, wie man die Antimonsärlre aus dem Antimon zunächst in der Zusammensetzung von Antilnonsäurehydrztt erhält, Folgendes: "Erhitzt verliert das Antimonsäurehyrlrzit sein WVasscr leicht, und ver- wandelt sieh in wasserfreie Antimonsäure, welche ein blass zitronen- gelbes beim Erhitzen dunkler werdendes Pulver darstellt." Vom Blei- oxyd sagt der oben Genannte: "Das Bleioxyd stellt ein bald zitrouen bald röthlichgelbes Pulver dar, welches sich bei jedesmaligem Erhitzen braunroth färbt." Eine weitere Bemerkung dürfte hierzu wohl nicht mehr erforderlich sein. l) Weiss, Schwefelkalium und Neapelgelb.