28 So hat auch Boecklin zunächst mit Erfolgen begonnen. Keins seiner späteren Werke hat beim Erscheinen eine nur annähernd so allgemeine Be- geisterung hervorgerufen wie sein erstes grosses Bild vom Pan im Schilf, das sich von dem, was man der Kenntnis des schon Bestehenden greifen konnte, gerade weit genug entfernte, um frisch zu wirken, und nicht weit genug, um jenseits des Horizonts der Erkenntnis zu liegen. Der erste Erfolg ist immer ein Prüfstein für den Gehalt des Charakters. Hätte Boecklin zu der un- endlichen Schar mehr oder weniger starker Be- gabungen gehört, die sich durch Erfolge oder Miss- erfolge bestimmen lassen, so hätte er das Thema und die Behandlungsart, die einmal gefallen hatten, als Ausgangspunkt einer eigenen Richtung genommen und bis an sein Lebensende, oder wenigstens so- lange der Erfolg anhielt, Schilfbilder mit Sonnen- Hecken gemalt. Selbst die Sonnenflecken, die so viel bewundert wurden, finden sich nachher in seinem Werk nicht wieder. Dass seine materielle Lage ihn der Versuchung, sich ohne viel Mühe einen Markt zu schaffen, nicht überhob, ist bekannt genug. Boecklin ging seinen einsamen Weg weiter, der zunächst freilich noch ein Jahrzehnt von der grossen Heerstrasse aus erkennbar und erreichbar war, dann aber in einsame Fernen führte, wohin ihm der Blick der Doch Menge nicht hat er sich zu folgen vermochte. nie auf Nebenpfaden V61"