Zucoali , Heinrich. Zuccarelli , Francesco... 323 in der historischen Composition erfahren- Nach dem Tode seines Bruders verlegte er sich auf die Musivarbeit, und lieferte Werke für die St. Peterskirche in Rum. Starb daselbut um 1011. ZtICCOlI, llclnrlßll, auch Zugalli genannt, war Hufarchitelrt des Clinrfiirstexi Nlux Emanuel von Bayern, welcher ihn aus Italien. berief, um den Plan zum neuen Sehlosse in Sehleissheiin zu fer. tigen. An jener Stelle hatte schon Maximilian I. von Heinrich Schön ein Jagdschloss mit Oeltonoiniegebi-iudcxi errichten lassen, allein die Schweden richteten gwßäß Zerstörungen an, so (lass der ClHJPliliFSLllCllG Huf das Schloss unbeachtet liess. Den Plan zu dem. jetzigen, im italienischen Slyle erbauten Schlosse fertigte Zuccali 16m1, so wie jenen zum Schlosse in Lultheiin. Die Bauten sind sehr ausgedehnt, und daher wurden die Gebäude erst. 1701 von dem Hol" Cammerrath und Oberbaumeister Joseph Eifner vollendet. Zuccali scheint 169i gestorben oder nach Italien zurückgekehrt zn seyn, da von diesem Jahre an ElTner als Oberarchitelit erscheint, welchem von einigen auch der Bau. des Schlosses zugeschrieben wurde. Allein er leitete nur den Ausbau, und die innere Einrichtung desselben. Die Zeichnung zur grossen. noch nicht ganz vollendeten Treppe wurde dem Architekten Lespilier zugeschrieben, allein wir fanden den Plan in einem arehivalischen Ahtenstiick von 11.12 dem H. Zuecali vinclieirt. so dass dieser als ursprünglicher Schöpfer des ganzen Planes zu_ diesem grossen Gebäude zu betrachten ist. Es iniponirt durch seine lYIassen, trägt aber das Gepräge desliVei-falls der Architektur, welcher seit L. Bernini im Sturiuscliritte zu- nahm. Das Vestibul und die Tieppenanlagen sind aber wirklich grossartig. Zuccnli fertigte 1685 auch den Plan zur Theatincrlsii-che in Salzburg, so wie jenem zum Kloster, welches jetzt zum llrliilitär- Spital dient. Im dahre 1586 wurdedie St. Erhardslsirche in Salz- burg nach Zuecalfs Plan erbaut. Jer. Renner radirte nach seiner Zeichnung die innere Ansicht einer lrlirche, wahrscheinlich einer der beiden genannten, ful. Lipowsliy sagt, dass Zuccali noch um 1752 in Wlünchen gelebt habe. Diese Angabe ist irrigt sowie zum Theil auch dasjenige, was Füssly über seinen Zugalli sagt. Znccarelh oder Zucehßrelh i), Francesco, Maiev und 3,- direr, wurde 1702 zu Pitigliano geboren, und Anfangs von Puulo Anese unterrichtet, bis er in Rom an G. M. Pwlurunrli einen wei- teren Lehrer fand. Damals machte Zuccherelli eifrige histurische Sludien, fing aber dann in Venedig an, die Landschaft in sei- nen Bereich zu ziehen, aber ohne dass seine Gemälde der Figu- renstalfage entbehren. Er wählte dazu den Stuf? ausller Mytholo- gie, und aus der heiligen und profanen Geschichte, oder er brachte Scenen an, welche au? dem Leben clcs italienischen VOlliCS ge- schöpft sind. Zuccherelli erlangte mit 513111011 Werken grossexx Ruhm, da sie alle Vorzüge besitzen, welche zu seinßr Zeit das Auge fezsnilrun. Znccherelli wählte Venedig zu seinem Aufenthalte, und von da aus unternahm er Reisen nach Deutschland, Holland und Frank- reich. Syiiter begab er sich auf Veranlassung des englischen grin- suls Georg Srnith auch nach LUDddD, Wu er flink Jahre reich che Dieser Künstler wird gewöhnlich Zuccarelli genannt, aber nach seiner Abkunft Zucclyxqrelli. 2: er heisst