Wylc, s. Wyck. Wykeham, William 70h, Architekt, wurde 1524 zu Wikeham in der Grafschaft Southampton geboren, und galt zu seiner Zeit als ein Muster von Gelehrsamkeit und Kunst. Das Studium der Geometrie führte ihn auf die Baukunst, welche damals in England grosse Kräfte erforderte. König Edward 111., welcher 1377 starb, wählte ihn zum Baumeister des neuen Schlosses in Windsor, und liess aus ganz England Werkleute zusammenkommen, wie Ashmole (Hist. of the Garter p. 12g) benachrichtet. Edvvard III. liess das alte Schlossgebäude Wilhelms des Ellroherers, welches Wilhelm von Florenz mit Malereien verziert ha to, abbrechen, und nur drei. Thiirme auf der Westseite stehen. Der Bau des William ofWikeham erlitt im Verlaufe der Jahrhunderte ebenfalls viele Veränderungen, sowie die St. Georgen-Capelle, in welcher Edvvard III. den Orden vom Hosenband (Ordre of the Garter) stiftete. Die grössten Er- weiterungen wurden unter der Königin Elisabeth und Carl II. vor- genommen, und Georg III. liess durch James Wyatt das Schloss llIl. modernen Begriffe herstellen. Im Jahre 182i bewilligte aber das Parlament 500000 Ff. St. zur Herstellung des Schlosses im al- ten gothischen Style. JelTry Wyatville war derjenige Künstler, welcher dem Iiöni sschlosse seine jetzige imposante Gestalt gab. Aus der Zeit des äVilhelm von Wikeham sind. nur noch einige Iläume übrig. König Richard II. (1577 - gg) ernannte den Künstler zum Erzbischof von Winchester, und 1589 zum Staatskanzler. In die- ser hohen Stellung war er vielen Kabalen ausgesetzt, und zuletzt schÖerer Schuld angeklagt, wovon ihn aber das Parlament los- sprach. Die letzte Zeit seines Lebens verlebte er in Winchester als Muster christlicher Tugend. Parteiansicht ist es, wenn man ihm die Verbannungldes John Wickliffe (1-1585) als Akt der Un- duldsamkeit zum Vorwurfe macht. Wir haben hier nur noch zu bemerken, dass William von 1591 an die Cathedrale von Winche- ster vollendete, so wie sie jetzt dasteht. Den Bau begann Bischof Ethevvold 980, Walkelyn gründete 107g einen neuen Dom, Henry da Blois (1155) und Lucä Edington (1545) setzten ihn fort, bis endlich William das Wer krönte. Er starb 1421. Wyl, Jakob 70H, Maler-und Patrizier zu Luzern, nahm den Hol- bein pum Vorbilde. In der Stiftskircäie zu Luzern waren viele schöne Gemälde von Wyl, sind aber urch Brand zu Grunde ge- gangen. Im ehemaligen Jesuitenkloster daselbst ist ein Todtentanz von ihm, welcher jetzt durch Abbildung bekannt ist: 'l'odtentanz oder Syiegel menschlicher Hinfälligkeit. in 8 Abbildungen, welche von J, v, Wyl gemalt sind. Getreu naehflen Origmahen lith. von Gebr. Eglin. Mit deutschem und lranwmchem Text von Burkhart Leu. Luzern 18145, qu. 1'01- Im Jesuiten-Collegium zu Luzern wurde auch dem Caspar Meglinger, einem Schüler ungers Künstlers, ein Tbdtentanz zu- geschrieben, aber vielleicht mit Unrecht. Von Meglinger ist der odtentanz auf der Spreuerbrücke zu Luzern, welcher von jenem WyPs verschieden ist. Dieses geistreiche Werk war lange in einem Gange des Regierungsgebäudes veruachlässiget, und erst 1845 her- Wfgelßgßn und restaurirt worden. Vgl. WeigePo deutsches liunst- bmt 1850 s. 59, Wyl starb zu Luzern 1621. Meglinger heirnthete seine Willwß-