Wyck , Jan. 149 24) W. Die Brücke am Thurme, welcher sich rechts neben ei- nem Gebäude erhebt. Hinter der Figur, welche von der Brücke kommt, bemerkt man den Kopf eines Esels, und des- sen Treiber ist halb zu sehen. Der Bach bildet unter der Brücke einen Wasserfall. H. d. Z. 6 L., Br. 5 Z- I L. Dieses, und die beiden vorhergehenden Blätter gelten für einzig, und kamen aus dem Cabinet des H. Josi in die Sammlung des Herzogs von Sachsen-Taschen, welche jetzt Erzherzog Carl in Wien besitzt. Da findet man alle ge- nannten Blätter von VVyck. 25) W. Der offene Koffer. Er steht auf einem Tische, dabei zwai Flagchgn, eine Lampe, eine Tasse, Medaillen, Iiar- ten etc. Links an der Wand ist ein Blatt mit Figuren und Thieren in der Landschaft, und daneben steht: Matham exc. Dieses effektvolle Blatt wird dem Th. Wyck zugeschrieben. Brulliot erklärt es aber im Aretixfschen Cataloge für L. Bramefs Arbeit. Die Darstellung passt allerdings eher für Bremer, doch bleibt es ungewiss, ob er das Blatt radirt hat. H. 4 z. 6 L., Br. 6 z. 6 L. I. Vor der Adresse, und vorden Ueberarbcitungen an der um- gestürzten Tasse. II. Mit der Adresse von Matham, welche auf einigen Abdrü- cken doppelt vorkommt. 26) W. Büste eines Bauers mit dem Hute, im Profil nach rechts. Er öffnet den Mund zum Lachen. Rechts sieht man die Hälfte einer weiblichen Büste. H. 2 Z. 2 5 L., Br. 1 Z. 8 L. Digses geistreiche, in der Weise Wyclüs radirte Blatt wird dem D. Ryckaert, P. Snayers und auch dem Jan Steen zugeschrieben. Im ersten Drucke fehlt die Einfassung" mit dem Stiche], und die Aetzung ist nicht gelungen. Später wurde die Platte überarbeitet. Das Blatt ist nicht selten. Wyck, Jan, auch Wycke genannt, Maler, der Sohn des Thomas, wurde um 1640 zu Harlem geboren, und von seinem Vater unter- richtet, welchen er nach London begleitete. Er malte Schlachten und verschiedene Jagden. in welchen die Jäger gewöhnlich zu Pferd erscheinen. Hunde, Pferde, Hirsche und Wildschweine malte er mit grosser Meisterschaft, und daher wurden Bilder dieser Art vor allen bewundert. Man setzte solche Bilder jenen eines Wou- verman gleich. Bneller liess durch ihn das Pferd malen, welches seinen Herzog- von Schomberg trägt. Der Kopf eines Bullenbeis- sers in "der Houghton-Gallery (jetzt in Petersburg) kann nicht aus- dx-uclßvgllßr dargestellt werden. Es sind aber auch seine Land- schaften schön, besonders die Ansichten auf der Insel Jersey in Schottland. Die kleinen Bilder sind indessen den grossen vorzu- ziehen. Zu den Hauptwerlten der letzteren Art gehört die Schlacht an der Boyne, die Belagerung von Narden unter dem Prinzen von e _Oranien, und die Belagerung von Namur. Beide Gemälde sind III England, wo überhaupt seine Werke zu suchen sind. J- Wyck starb zu Mortlake in Surrey 1702. G. Kneller malte 1685 sein ßildniss, und J. Faber hat es 1750 gestochen, fol. Ban- nermnnn stach sein Bildniss mit jenem des Th. Wycls. Auch L8- vater wählte das Portrait dieses Künstlers für seine Physiognomik. J. Wyck gab auch ein Werk über Jagd und lialkuerei hemm-