144 Wybaut , YVyck , Thomas. Während der letzten vier Jahre litt der Künstler un' einem Brustübel, doch zeugen auch die Entwürfe aus dieser Zeit noch von Originalität und Jugendltraft. Im Jahre 18,10 starb er, und wurde in der St. Georgen-Capelle des Windsor Schlosses begraben. F. Chzintrey erhielt von der Königin den Auftrag, seine Büste für die lange Gallerie des Schlosses anzufertigen. ' Vonwggln an erschienen zwei Werke über das Windsor-Castle, Das eine gaben die Testamentvollstreclter"des J. Wyntyille her. aus, das andere besorgten Gandy und Baud, die Geholfen Sir Jeßryk bei der Restauration des Schlosses, unter folgendem Titel; Pietorinl and practical illustrations of Windsor Castle. Im Jahre 1315 wurden aber in Windsor wieder bedeutende Bauten vorgenommen. Der Salisbury Thurm und die AmtSWOhDllng des Iianzlers des Hosenbandordens sollten ganz. nach Wyatvilhys ursprünglichom Plane restnurirt werden. Wybaut 5' 552. XVIII. Willem Tlülaout , Wybert; RGIUY 2 Vuybert. Wyck, Hans und Thomas, auch Wich und Wiclch, Maler in Ulm, kommen in Bürgerbüchern von 1446 und 144g vor. Heinrich W311i flßrliglö 1364 die gmsse Thurxmzhr in Ulm_ Dieses bnrühmte Werk warf noch 175? vorhanden. Vvyßli, ThOTIIEIS, Maler und Radirer, wurde 1616 zu Harlem ge_ boren, wo ihm ein unbekannter Meister den ersten Unterricht er- theilte. Später sah er sich einige Jahre in Italien um, und machte an der Iiiiste des mittellilndischen Meeres und in der Umgegend von Neapel viele Studien, deren er sich dann bei seinen Gemiil- den bediente. Die Strandansichten des Meisters, die mit Figuren in verschiedenen Trachten belebt sind, kann man als Erzeugnisse aus jener Zeit betrachten. Dann malte er auch üFfentliche Miirkte mit reicher Staifage, Quacksalber von der neugierigen Menge nm_ geben, Sciltänzer, Gauelsler, und verschiedene andere lustige See- nen, wie sie von P. de Laer vorkommen. Besonderen Beifall er, warb er sich mit seinen Alchimisten in ihren Laboratorien, welche als Qatyre auf die Goldmachersucht seiner Zeit zu betrachten sind_ Vertue glaubt, Wyck habe damit den König Carl II. von England und den Prinzen Rupert von der Pfalz persifliren wollen, weil diese Fürsten ebenfalls Laboratorien hatten, und den Stein der Weisen finden wollten. Der Künstler lebte zur Zeit der Restalh ration in London, und fand da mit seinen meisterhaften und treff. lieh colorirten Bildern ausserordentlicben Beifall. Lord Burling- ton besass von ihm eine grosse Ansieht des St. James-Park, m welchem Carl II. mit den Grossen seines Hofes _zu Pferd in Pa_ rade erscheint. Der Lord bewahrte auch eine grosse Ansicht von London, kurz vor dem 1ÖÖO' erfolgten Brand der Stadt gemalt Diesen Brand stellte der Künstler ebenfalls in einigen Gemälden dar. Mr. Halsted besass" eine türkische hiaslaerade in lebensgms- sen Figuren. Honig Carl II. und die Herren und Damen du Hofes spielen dabei die Rollen. In den Gallerien zu Wien, Braun- schweig, Berlin, München, Dresden u. s. w. findet man Werke von ihm. In der Gallerie zu Amsterdam ist nur ein Gemälde von VVyok, das Innere eines Bauernhauses, worin ein YVeib mit zwei Kindern spinnt. Seine meisten Werke sind in kleinem Formate, aber gewöhnlich reich in der Anordnung. Gross ist das Gemälde