132 Franz. Wurm , VVurmscr, Nik. 11m1 Kuntzc." Blatta sich befindet, ist das Monogramm HW., welches sich wahrscheinlich auf H. Wurm bezieht. Vielleicht ist auch die grosle Nürnbergische Wald- und Frais-Karte in 4 grossen Blättern von ihm. Sie gehört zu den Seltenheiten. Des Zeichens H W. bedienten sich noch einige andere Künstler, deren Namen unbekannt sind. Wurm, Franz, und begab sich Fache. Maler, mach_t_e um 1846 seine_ Studien_ in 'Paris, 1849 nach Munehen. Er arbcxtet im hxstorlschen Vvllrmi), Adam Ludwlg, Maler, wurde 1685 auf einem Edeisitze in 'l'hiiringen' geboren, und starb 176g als churf. sächsischer Cam- merjunker. Er leistete im naturhistoruchexf Fache Ausgezeichnetes. Es finden sich zarte Tuschzeichnungen und Gouachebildcr von ihm. Auch in Miniatur malte er, besonders Pfizrdestiiclxe, Vögel, znhmes Geflügel, und andere Thiere. Wurmser, Nicolaus und Huntze, Maler von Strassbui-g, waren unter der Regierung Kaiser Carl IV. (15586 78) in Pragthiilig, sie scheinen aber schon viel früher nach Böhmen gelioinmefl zu seyxr, wenn in den Auszügen der ältesten Wnndelbüchlvms m v. Munüs Journal kein Irrthum in der Jahrzahl herrscht. Es soll näm- lich unter dem Jahre 1510 stehen: Cunzel Bohemus frater Nicolai pictoris. Doch erst im Jahre 135g verlieh der Kaiser dein Nicolaus einen Gnadenhrief: Nicolao dicto Wurmser de Argentma PlClUpi suo propter hoc, ut ipse diligentiori studio pingat loca et castra ad quc deputatus fuerit, quod ipse possit disponere, legal-e, donare, testari et ordinare de bonis suis etc. etc. Dieser Brief istin Dla. bacz's Künstler-Lexikon für Böhmen abgedruckt, so wie ein zwei- ter von 1560, in welchem ihn der Kaiser von dem Census u. s. w, auf seinem Hofe zu Morsie (jetzt Morzin, in der Carlsteinen Herr- schaft) befreit. Er nennt ihn nDilectus nobis magister Niwlaus Pictor, familiaris nostera, und schärft seinen OFfizialen unter An. dmhung schwerer Ungnade ein, von seinem Maler keine Abgabe izu fordern. _ WV-urmser malte nach dem Wortlaute des ersten Briefes in den kaiserlichen Palästen und Schlössern, vornehmlich auf dem Karl- stein bei Prag. Eine besondere Berücksichtigung verdient ein Gemälde, wel- ches aus der Gatharinenkapelle der Schlosskirche in die k. b. Gal. lerie zu Wien kam. Es stellt Christus am Iireuze mit Maria und Johannes dar, und hat dieselbe Eigenthümlichkeit, wie die VVerke von Tlieoderich von Prag"). Die Heiligenscheine sind golden, Und der Grund grau. Der Ausdruck der Köpfe ist nicht ohne Adel, die Zeichnung grossartig, dem Antiken noclr verwandt, ziemlich wolilverstanden, aber schwcriällig und unbehtilflich 1D den Exti-e- rnitäten, und etwas kurz in den Verhältnissen der beinahe lebcns. grossen Figuren. Der laräftige Ton der Farben und deren ge- schmeidiges Binzlungsrnittel hat in Folge einer unter Joseph II, veranstalteten, aber nicht gehörig begründeten Untersuchung die IDIesor Kleister war ebenfalls Hofmalcr des Kaisers Garl IV" welchem er 15.18 einen (inndenbrief ertheilte. Er malte in der Capclle dbs liarlatein. Der Brief ist bei Dlabacz l. 323 abgedruckt. M-