Wüst (Wuest), Johann Lconhard. Wugters. 127 der Lehre, und konnte daher nur in seinen Nebenstunden zeich- nen. Endlich ging er arm an Geld und Kenntnissen nach Hol- land, wo ihm aber bald das Glück lächelte, da sich Iiiinstler sei- ner annahmen. Auch Pluos van Axmtel in Amsterdam nahm den jungen Schwveizer freundlich auf, und bot ihm Gelegenheit zur weiteren Ausbildung. Dieser beriihmtc liunstfreund licss gute Ge- mälde und Zeichnungen durch ihn copiren, und gab ihm auch Anleitung zum Studium nach der Natur. Nach einem liinijährigeu Aufenthalte in Ilolland begab sich Wüst nach Paris, wo er zwei Jahre verblieb. Von 176g an war der Künstler in Zürich thätig, wo seine Landschaften grinsen Beifall fanden. Er stellte die Na- tur am liebsten in Ruhe dar, obgleich er auch bewegte Situationen nicht scheute. So malte er zu wiederholten Malen den llheinfall. Seine Bilder sind sehr mannigfaltig, und zeugen von einem origi- nellen Geiste. Das Colorit ist seitig und wahr, und besonders leicht ist das Blätterwerlt, das Wasser und die Luft behandelt. Landschaftliche Iinalleifeltte darf man bei ihm nicht suchen, da er das Einfache und Naive liebte. Mehrere seiner Gemälde und Zeich- nungen, gewöhnlich Ansichten aus der Schweiz, sind durch den Stich bekannt, aus jenen Sammlungen malerischer Prospekte, wel- che bei H. Heller, und dann {im Verlage von Fiissly et Comp. er- schienen. Seine Zeichnungen sind getuscht, oder in Scpia behan- delt, Auch Bilder in Gouaehe und in der moderneren Aquarell- mamcr kommen von ihm vor. Zeichnungen und Malereien dieser Art findet man in Sammlungen des In- und Auslandes. - Gmelin stach nach ihm 1791 das Monument des Salomon Gesi- ner, ein bekanntes grosses Blatt. Wüst starb zu Zürich 1822. J. Lips hat sein Bildniss gesto- chen, 16. Dieser Künstler hat auch in Kupfer radirt. Landschaft mit drei ländlichen Figuren im Vorgrunde am Wasser. Im Mittelgrunde erhebt sich eine große Eiche. J. H. VViist iec .1'ZÖ8, gr. qu. 4. Wüst (WÜCSt), Johann Leonhard, Iiupferstccher, war in der erstan Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Augsburg thätig. Im Wlerlagc des Jeremias Wolf erschienen folgende Werke von ihm: 1)_Unterschiedliche Geschirr von geätzt und geschnittener Ar- beit, 6 Blätter, fol. 2) Guldschmidsbuch mit Aufsätzen, 6 Blätter fu]. 5) Geschnittene Galanteriearbeit, (j Blätter, qu. 4. 4) Schneid- und Aetzbüchlein, mit 6 Blättern , qu. 4. VVÜSI, LlldWld, Maler von Darmstadt, machte daselbst seine Vor- studien, und begab sich dann nach Wien, wo er einige Jahre die k. k. Akademie besuchte, In seine Vaterstadt zurückgekehrt fand er besonders a1; Bilduissxnaler Beschäftigung, und um 1350 stand sein Ruf bereits fest. Seine Porlreite sind von sprechender Aehn- lichl-xeit, und meisterhaft ausgeführt. Iiauffmanxx hat jenes des Bischofs Johannes von Gcissel von Speyer lithographirt. Wüttenberger, JOSGPII, Maler zustfaubing, malte verschiedgnc Altarbilder. In der liirclxc der Clanssmneu zu Iicgenaburg und Fresken von ihm. Starb um 1812- Wugtcrs , Wuchtex-s: