626 Tvingendßrp, YVinghe . Joos van. Wmgendorp, 6., wird in der Geschichtedes k, HUPfCfSIlCh-Cl. hinets in Copenhagen von B. Thiele S. 57 ein Kupferstecher genannt. Es irfird ihm des Bildnus des Olaus VVUW mius zugeschrieben, welches lll der Arbeit mit den .Blättern der (ll-ih ten Manier des Haelirveg iiberemkomint. Scliliesslicli bemerken die Verfasser, dass alle Exemplare auf einer lelandlvresse abgezogen seyn dürften, wobei eine schlechte Schwärze benetzt wurde. Die Jahrzahl der Verfertigung des Bildnxsses fanden 510 auf dem Blaue im Cabinet zu Copenhagen nicht vor. "Dieser Iiupferstecher ist Eine Person mit dem von Fiissly Sam erwähnten G. WVingendurp, welcher um 1070 nach C. van Mmb der etc. gearbeitet hat. Fiissly vermutliet einen holländischen Iiilhml. 1er, welcher aber in Copenhagen gelebt haben müsste, wo gich auch der jüngere van Münder aufhielt. Das genannte Bildnis; des Arztes 0. Wurmins ist nach C. van Mander gestochen, und kommt in folgendem VVerlie vor: Musei Wurmiam Historia. Lugd. Bat ex OETicina Elseviriana,' ful. Es trägt die Jahrzbznhl 1654 aet. (NL Das Titelblatt dieses VVCrliGS ist von einem J. Wiiigcndorp radin, so wie jenes der Dissertatiunes historicae et poliucae G. IiUfniL Luyd. Bat. 1668, 12. Vvlngllß , JOOS van , Maler, geboren zu Brüssel 1541, machte seine Studien in Italien, und verblieb vier Jahre in Ruin, wo ihn ein Cardinal beschäftigte. Nach seiner Rückkehr wurde er llOllualer des Herzogs von Parina in Brüssel, der Künstler ging aber später nach Frnltreicli, liess sich dann um 1531; in Frankfurt mieden und verblieb daselbst bis an seinen 1605 erfolgten Tod. Sein Nach folger am Hofe des Herzogs von Parma ward U. Vcenius. Zu Q_ van Manclefs Zeit waren noch viele Bilder von seiner Hand in den Niederlanden. Er rühmt eine Darstellung des .Äl)elltllllilliles in der Iiirclie der barmherzigen Brüder zu St. Goelen (Gery), in welchem P. de Vries die Architektur gemalt hatte. Andere Bilder waren zu Middelburg und in Amsterdam. In Paris malte der liiinst- 1er eine allegorische Darstellung auf sein Vaterland , welche ebcw falls Beifall erhielt. Die Allegorie scheint sein Liehliiigsgegenstand gewesen zu seyn. Bilder dieser Art waren auch in Fi-anlifurt. Sie bezogen sich auf den Zustand der Religion und der _I'rclheit in Deutschland. Dann malte er in Frankfurt auch Bildnisse? welche im Style des Geldorp Gortzius ausgeführt sind. Iin Institute (im selbst sieht man das Portrait einer Dame aus der Familie von SQL burg. Harsch nennt ein Bild des Samson i_n den Armen der Dalila, welches sich in Düsseldorf befand, aber nicht nach Munchen üben ging. Die Zahl seiner Werke ist jetzt gering. In _VVien sieht man die beiden Gemälde aus der Brusseler) Gallerie. Sie stellen mit; ei_ niger Veränderung beide den Apelles'vur, wie er die Cathpagpe als Venus malt. 1m Hintergrunde sitzt Alexander der Grosse, und ein Genius reicht ihm die Lurbeerkrone. Diese Darstellung ist 7 F. hoch, und ö F. 3 Z. breit, die andere um einen Fuss sclimg; ler. Auf beiden steht: Judocus a VVinglie. Schliesslich bemerken wir, dass der im Cabinet Paignon-Di- jnnval erwähnte J. A., oder Joost a Vinck mit unserm kiiinstle, Eine Person ist. Stiche nach diesem Meister. Die Blätter nach diesem Meister haben Interesse, und zeugen von einem fruchtbaren Geiste. Bei den meisten liegen nur Zeich- nungcn zu Grunde.