YVcstall , Richard. 329 Margarethn in der Kirche vom Bösen gequält, und Fangt auf dem lilocksberge im Begriffe mit der jungen I-Iexe zu tanzen (1831), die Gemälde zu den unteu genannten Illustrations of the Bible, n. s. w. Diese. und andere Genxiilde wurden mit grossem Lobe er- hfßbßn. und nur so im Vorbeigehen sagte die Critik, dass Westall ein talentvoller und eleganter Manier-ist sei, was hundert andere iur Verliiumdung hielten. Die Ansichten haben sich aber geän- llerf, ohne die Verdienste zu verkennen, welche Westall wirklich besitzt. Nach Passavant (Iiunstreise durch England, S. 295) haben nur die friihern Compositionen des Meisters etwas Zartes, beinahe empfindsam-Sentimentales, und dabei einen gewissen, den Eng- ländern eigenen Reiz in der Vertheilung von Licht und Schatten. Jfl selbst seine "Farbe, obgleich nie wahr, hat doch etwas Gefäl- llges, was das Auge besticht. In seiner letzten Zeit ist er indessen nach Passavant so steif. so übertrieben, so ohne alles Leben in der Auffassung, Beliandlungsweise und Farbe geworden, dass auch nicht das Geringste darin ist, was erfreuen hiinnte. Diese Nach- ahmung der Manier des Fuesely ist auch schon in den meisten Bildern sichtbar, welche er für die Shakespear-Gallery malte. Noch unbedeutender und steifer ist sein Faust, seine heil. Familie etc. Zu seinen besseren Bildern gehört neben andern Amor und Psy- che in der Gallerie des I-Irn. W. Acraman zu Clifton. Dieses Ge- mälde hat ganze Figuren mit reichem Beiwerlr, und ist nicht ohne Reiz der ljarbe. Westall wird daher in England stets Bewunderer finden, so wie sie auch dem phantasiearmen, und steifen B. West zu Theil werden. Dennoch erging es dem Meister in der letzten Zeit misslich. Er war meistens auf Zeichnungen angewiesen, und auf den Unterricht im Zeichnen. Die Prinzessin Victoria war noch Schülerin von ihm. Er starb in Arniuth 1850, in hohem Al- ter. Die Akademie zählte ihn mehrere Jahre zu ihren Mitgliedern. Westall hat viele Zeichnungen geliefert, welche durch den Stich und Formschnitt bekannt sind. Zuerst erwähnen wir die Stiche für BuydelPs Shalsespear-Gallery. Macbelh. Act I. 5. Gest. von J. Parker, gr. fol. First part of Iiing Henry IV. Act III. 1. Gest. von P. Simon, r. fol. g hing Henry VIII. Act III. 1. Gest. von R. _Thew, gr. fol. Julius Caesar. Act IV. 5. Gest. von E. Scriven, gr. fol. Cymbeline. Act III. 2. Gest. von Gaugain, gr. fol. Merchant of Venice. Act III. 2. Gest. von G. Noble, fol. Aus demselben Stücke. Act III. 3. Gest. von Noble, fol. Macbetb. Act I. 5. Gest. von J. Stow, fol. Macbeth. Act I. (I. Gest. von J. Parker, fol. Hing Henry V. Act III. 3. Gest. von J. Stow, fol. liing Richard III. Act III. Gest. von A. Smith, fol._ Hing Henry VIII. Act III. i. Gest. von W. C. Wilsun, fol. Derselbe. Act IV. 2. Gest. von J. Parlser, fol. Derselbe. Act V. i. Gest. von W. Leney, fol. Julius Caesar. Act III. 1. Gest. von (I. Parher, fnl. Derselbe. Act V. 5. Gest. von S. Noble, fol. Cyinbelizie. Act II. 2. Gest. von J. Stow, fol. Cynibeline. Act II. 4. Gest. von C. VV. Wilson, fol. Cymbcline. Act III. 6. Gest. von J. Parlaer, fol. Hamlet. Act III. lt. Gest. von W. C. Wilwn, ful, Hamlet. m. w. 1. Gest. von A. Mitchell, 11.1. In. Vulpyk Ausgabe der Works of Shakespear. London 1842. 51ml dle Bilder der ShalIspear-Gallery in Umriss gestochen, liLß.