322 West , Robert. Westall , Richard. Darstellungen bekannt, welche aber nicht zu den bessten Werken dieser Art gehören. Seine Bilder sind von theatralischer Bewegung. und weichlich in der Ausführung. Im Jahre 1844i brachte elf beim Coneurse zur Ausschmücltuug der neuen Parlamentshiiuser ein Gc- mülde zur Ausstellung, welches die Flucht der Margaretha V0n Anjou vorstellt. Es ging ohne Preis aus. VVGSC, Robert, Maler von Lundun, der Sohn des berühmten B, West, und Bruder des jüngeren Benjamin, welcher sich als liiinst- ler wenig bekannt machte, Es dürften sich nur Zeichnungen von ihm finden. Wahrscheinlich ständeti diese Brüder dem Vater bei seinen Arbeiten zur Seite. Robert malte für Buydell eine Scene aus Shakespearß vAs yuu lilte im, ACt W- 3. Dieses Bild hat Wi. C. Wilson für die Slialsespenr-Gallery geälüßhßll, gr- llu- Diese genannten Künstler waren die Erben des Vaters. VVCSE, VV. E, Maler zu London, ein jetzt lebender Künstler, malt Bildnisse und Genrebilder. J. T. Wedgwoud stach nach ihm das Bildnis: des Lord By- ron , ful. VVeSti-l": RlClmTd, Maler von London. gehörte lange zu den ge- feiertsten lliixistlern Englands, dessen Hut" aber auch ins Ausland tlfflhg- iFoi-ster sagt in Archcnhtilzßs Annalen XIX. 145, W043" sei in klassischer iCurrelttheit des Geschmacks und harmonischer VVirliting der Einzige in seiner Art, Auch Fiorillt) V. 805 7 zählt ihn zu denjenigen Künstlern. die durch Anmuth und Reiz zu gefallen suchen, aber der Popularität die Natur geopfert haben, so dass schon der genannte Schriftsteller zu Anfang unsers Jahr- hunderts zu der Ansicht kam, es könne ihn selbst Apollo nicht mehr zur Wahrheit zurückführen. und ihn bewegen, seiner bun- ten, damals so beliebten Manier zu entsagen. Man sah in jener Zeit anfallen Jahrmärkten bunte englische liupferstiche nach YVc-ut- all's Zeichnungen und Gemälden. Sie stellen niedliche englische llliidcben. leichtfiissige Nymphen, Iiindergmppen, u. s. w. dar. Diese Bildchen, von welchen Fi-orillo sagt, dass sie der Phantasie des Beschauers gerade so viel Raum gestatten. um die noch fehlen- den" Züge von Bekannten hineinzumalen. gefielen den Engländern ungemein. Man konnte sich dabei die Frau Gemahlin als Diana, die Schwester als Venus, die Nymphen als hübsche Mädchen denken, und die Amoretten als Kinder adoptiren. Diesem Hode- ltrazn verdankte Westall eine grosse Popularität, und wenn irgend ein Gemälde von ihm zur Ausstellung kam, fand es gleich zahl- reiche Bewunderer, da man für den Künstler bereits Vorliebe ge- fasst hatte. Zu den früheren und gerühmten Bildern gehören aus- ser den vielen Zeichnungen in Aquarell mit historischen und ru- maxitischen Darstellungen, deren er zuerst in dieser Weise behan- delte, die Versöhnung des Paris und der Hclena, Venus und Buc- chus, eine heil. Familie, die Anbetung der Hirten, und die Bilder zweier Bauernkinder. Diese Gemälde erwarlJ Lord Berwick, wel- cher einen Schatz zn besitzen glaubte. An diese Bilder reihen sich noch mehrere andere, wie Sapphu, welche dem Amor einen Hymnus Smgf, Hesiotlusnwvie er die Griechen in den hünsten des Friedens unterrichtet, die arme Fischersfrau, die während des Sturmes mit Angst auf die Rückkehr des Mannes wartet. die Bilder zum Stiche iiir Boydelrs ShFJliGSPGQI-Gallßfle, Psyche, wie sie den schlafenden Amor beleuchtet ( R321), Imirgenel vor der Höhle, Christus der [Ylngdulenn im Garten erscheiuend (1825), zwei Sceuen aus Faust: