196 WVecklcr , Georg. von der Kaiserin Elisabeth gekauft. Die Schönheit desselben be- wog den Kaiser Alexander, bei ihm zwei Landschaften zu bestel- len, welche die kaiserlichen Landsitze Iiameni Ostrow und Jelagin vorstellen. Diese Bilder überraschten den Dllonarchen so sehr, das; er den jungen Künstler 1822 zum tVIosaih-Meister der k. Akademie in St. Petersburg ernannte. lm Jahre 1824 überreichte er dem k, Hofe vier Ansichten der Gegend von Petersburg, und !825 unter- nahm er in der Eremitage die Copie des Capuzitierkltlkters von Granet. Während dieser Arbeit schien ihm der Tod des liaisers Alexander seine so glänzend begonnene Laufbahn stören zu wo]. len, allein der Minister stellte dem Kaiser Nikolaus I. die grosse Copie nach Granet vor, welche dem Monarchen so wohl gefiel, dass er dem Künstler eine ansehnliche Summe ausbezahlen lies; und ihm einen kostbaren Brillantring schenkte. 1m Jahre 13-25; bestellte der Iiaiser eine Copie des berühmten Viehstiicltes von p_ Pottcr in der Eremitage, und als Pendant die Landschaft mit de, Flucht nach Aegypten von C. Lorrain. Nach fiinf Jahren hatte er! seine schwierige Aufgabe gelöst, und Jedermann bewunderte die genaue Zeichnung und die Farbenpracht dieser aus Tausenden von Glasstiften zusammen gesetzten Bilder. Im Jahre 1854 verlieh ihm der liaiser eine Pension zur Rßise nach Italien, um in Ptom seine Ausbildung zu vollenden. Hie;- verschaiTte er sich vor allem eine genaue lianntniss der alter. und neuen Brlosailt, sah aber bald, dass die römischen Arbeiten den reinigen bei weitem tiachstamlen, und schöpfte daher den lVIllth ein grosses 'VVerlt zu beginnen, niitnlioh liafaePs berühmte 1311,15, figuration in der Höhe von Elle in iVlosaili zu copiren. Die 150 Mosaiker, welche er in Rom kennen gelernt hatte, schütte]. ten über den Uutertlehmungsgeist des Russen bedenklich den linpf. denn seit Rafaehs Zeit hatte in Rom ltein Künstler sich an (liege; Werk gewagtt). Selbst der russische Gesandte rieth dem Ülüislel- VVecltlcr von (seinem Unternehmen ab, allein dieser vertraute auf Seine Fähigkeit, und ging im April 1855 muthig an die Arbeit die von frühem Morgen bis spät Abends dauerte. Im Mai 135-; war das NVerk vollendet, und wurde, noch nicht abgeschliffen, von Künstlern und linnstfreunden, ja selbst von Sr. Llciligheit be_ wundert. Der Papst erwies sich dem liiinstler sehr gnädig, und gab ihm eigenhändig die goldene Medaille mit seinem Bildnism lYlan bot ihm vergebens 12000 Scudi, da er sich seinem N1()Klar- ,chen zu Dank verpflichtet fühlte. Nach St. Petersburg zuriickge. kehrt, liess ihm der Kaiser sogleich 5005 Rubel aushezahlen, und weitere 20000 Buiel erhielt er nach der Abschlcilung des Bildes Auch setzte ihm der Monarch ein Jahrgehalt von 501m Rubel a6; welcher nach dem 'l'ode des Iiiinstlers auf seine Gattin iibergelit, Durch einen Ultas vom 16. März 1858 wurde er zum Hof-Nlosaiki Meister, und zum Mitglied der lt. Ahadetxiie ernannt. Die Cupic der Transfiguration ist ein Meisterwerk der neueren Mosaik, und findet ihres Gleichen nicht, da sie im Geiste ItafaePs erlässt, und bis zu den feinsten Nuancen des Pinsels in glänzend tiiuschende, Vyahl-heit gegeben ist. Durch VVßClilCf hat die musivische Kunst eine früher nie gekannte Vollendung erreicht. ln einiger Entfer- nung verschwindet in seitieti Bildern das tausendfache Gefüge, und v RaHneli copirte in noch viel größerem Massstabe das Abßnd. umhl des Leonardo da Vinci in Mosaik, gahb aber einen giiinzvnml cnlnrirlen Canon, nicht die Feinheit und scharfe (Ä-hüiillxwfillili des Originals.