XVa genaär , Wagenhznxer, _Max Jos. 47 Wagenaßr, P-y Zeichner, ist nach seinen Lebensverhältnissen un- bekannt. Nach seiner Zeichnung ist der grusse Brand zu Am- stelveen 1792 in Kupfer gestochen, vielleicht von ihm selbst. lwügßtlbilllßr, M331 JOSCPh, Landschaftsmaler, geb. zu Graling 1774. gest. zu München 1829. Im achten Jahre seines Alters nach München zur Schule geschickt, erhielt er auch nebenbei in der Musik und Zeichnung Unterricht, welcher, bbwohl unzureichend, doch die Neigung zur Kunst und sein Talent dafür weckte. Seine ungewöhnlichen Fortschritte im Zeichnen gewannen ihm den An- theil des damali en GallerievDirektors Dorner, und dieser würdige Mann verschmäüte es nicht, die weiteren Studien des Jünglings zu leiten. Nur der Ausbruch des Krieges hemmte Wagenbauefs künstlerische Thätiglteit, denn er schloss sich als Freiwilliger einem Chevauxlegers-Regimente an, in welchem er bis zum Frieden mit Muth und Ausdauer diente. Jetzt widmete er sich mit Eifer der Kunst, unternahm auf liosten des geheimen llathes Reinwald eine Reise durch Bayern, auf welcher er herrliche Aquarellzeichnuxi- gen fertigte, und bildete unter dem Schutze des General-Direk- tors Ch. v. Mannlich sein exitschiedenes Talent für Thiermalerei aus. Am meisten aber verdankte Wagenbauer der Huld des Hö- nigs Maximilian, der ihn zu seinem Hofmaler ernannte, und viele seiner Gemälde an sich brachte. Im Jahre 1815 wurde er Inspek- tor der k. Central-Gallerie, und später nahmen ihn auch mehrere Akademien unter ihre Mitglieder auf. Wagenbauer nimmt unter den Künstlern seinerZeit eine hohe Stelle ein, und ist namentlich im Fache der Landschafts- und Thiermalerei trefflich zu nennen. Seine Laufbahn als Künstler zerfällt in zwei Perioden. In ersterer zeigte er sich vornehmlich als 'l'hiermalcr, und entwickelte ein so eminentes Talent, dass viele seiner Hervorbringungen den Bildern alter Meister dieses Faches an die Seite gesetzt wurden. Durch ein sorgfältiges Stu- (lium der Natur, verbunden mit einer höchst gewandten Behand- lung des Pinsels, wusste er seinen _Bildern einen ganz eigenen Ileiz zu verleihen, welcher durch eine stets kunstgemässe Ver- thcilung des Schattens und Lichtes noch gehoben wurde. Sein Farhenauftrag ist ungemein klar und leicht, und dabei fast immer kräftig, marhig und lebendig. In der Ausführung verfuhr er mit; grosser Sorgfalt. In seiner zweiten Periode wählte er mehr die Darstellung der Landschaft, und zwar die gebirgige zu seinem Hauptfache, und seine Hunst als Thiermaler wandte er jetzt nur zur Ausschmüclsung jener landschaftlichen Scenen an. Die Studien machte er in Bayerns Huchlantl, 'wo er eine reiche Auswahl schöner und grossartiger Formen land. Dass sich der geniale I-lünstler auch in dieser Kunst- sphäre mit grossem Glüche, und stets geistvoller Darstellung he- wegte, hat halb Europa an seinen Kunstbildungexi einsehen ge- lernt. Seine überaus zahlreichen Bilder theils früherer, theils spü- terer Kunstperiode, finden sich in mehreren in- und ausländischen Gemäldesammlungen, zumeist aber in den k. Gallerien zu Schleiss- heim, Augsburg, Nürnberg, in dem herzoglich Leuchtenbergischcn Gemäldesaal, und in der Sammlung des Königs Maximilian zu Tegernsee. Mehrere andere Bilder wurden vomliönige an fremde Höfe, namentlich nach Petersburg, Berlin, Dresden, Wien etC- als Geschenke gesandt. Wagenbauer behauptete in München viele Jahre seinen Ilul. und ausser ihm wurden unter der Regierung des liönigs Maximi-