508 Voiriot , Guillaume. Voit, Johann Michael. seine Miniaturbildnisse die russischen Grossen bezaubert hatten. Er malte auch das Bildniss seines Herrn, welches le Veau gestu- chen hat. Ein anderes Bildniss desselben , als Baiser Paul 1„ ist von J. S. Klauber gestochen, einmal im Brustbilcl. fol., dann in halber Figur, gr. fol. Das von Vnille gemalte Bildnis: der Iiai- uerin Catharina II. hat J. E. Mansfeld gestochen. Dieser Künstler starb um 1796. Er ist wahrscheinlich jener Voilta, der nach Fiorillo (Kleine Schriften II. 53) 1790 zu St. Petersburg Bildnisse in Oel malte. Der genannte Schriftsteller bemerkt, das; Voilta früher Schauspieler war. VOITIOE, Gülllüllmß, Mnleiuvon Paris, machte seine Studi in Italien, und kehrte als Mitglied der Alsädelnien in Bolugnxmd Florenz nach seiner Vaterstadt zurück. Hier wurde er 1'259 Alm- demiker, und dann Hofmaler, als welcher er 1732 starb. Vulriot hatte als Bildnissmaler Ruf. Mehrere der von ihm gemalten Por- traite sind gestochen. Dann finden sich auch historische Darstel- lungen und Genrebilder. Miger stach ein Bild des Herkules mit Antheus, J. Danzel le Vicillard stuxlicux, Üaxllle PÄPPHCIIÜOH i; Pctude, Le Vasseur 1a Jeunesse volätre etc. Voirin, Charles JEICQIIGS, Maler aus- Lothringen, 1710 20 in Rum. N. Oddi stach nach ihm 1717 des Frater Nicola Longobardis, (5. Vois, Ary de, s. Voys. arbeitete um das Bildnis; VOiC, Johann Michael, Architekt, geb. zu Ansbach den 15.Dec_ 1771, verschaffte sich eine allgemeine Bildung auf dem Gymnasium daselbst, welches damals einen guten Ruf hatte, und nuch die so. genannten Humaniora in sich begriff. Er _war_ein braver Schüler, und zeigte viel Talent zur Poesie. Büclasichtlich seiner Leistun- gen in dieser Beziehung wurde er vom Dichter Utz belubt, und zur Pflege dieses Talentes ermuntert. So lange er auch lebte, liebte er diese Kunst, die ihm die edelsten Freuden gewährte. Als Bautechniker machte er seine erstcu Studien bei seinem Vater, einem angesehenen Maurer-Meister zu Ansbach, der meh- rere Privatbauten indem damals noch herrschenden Rokukustyle auf. führte. In Berlin lernte der junge Techniker edlere Formen ken- nen, bildete seineu Geschmack aus, und verschaffte sich eine grusse Fertigkeit in der Darstellung architektonischer Gegenstände. Diese Fertigkeit, so wie seine sonstigen gründlichen Kenntnisse empfülh, len den jungen Mann, nachdem er in seine Vaterstadt zuriicligg. kehrt war, besonders, und er wurde in seinem 214. Jahre schon als Baukoncluktcur in Wassertrüdingen angestellt. Als die ehemalige Markgrafschaft Ansbach und Bayreuth an Bayern überkam, wurde er als Bauinspektor in Ulm angestellt, und später nach Eichstädt und Augsburg versetzt. In diesen Stel- lungen, und an allen diesen Orten erwarb er sich (las Vertrauen des Publikums, und führte mehrere Privatbauten aus. In seinem Dienstbcrufe baute er mehrere kleine Kirchen, Schul- und Pfarr- häuser, die alle eine edle Einfachheit und reine Formen an sich tragen. Insbesonders aber war er ein sehr thätiger bautechnischer Schriftsteller, wovon seine zahlreichen Werke Zeugniss geben. Als thätiger Greis, der noch in seinen letzten Lebensstunden dich- "tete, starb er den 30. Oktober 1846 zu Augsburg. ' Sein Sohn August behauptet jetzt die erste Stelle bei der ober- sten Baubehörde in München.