150 WTernet , IIm-ace. da sie alte Sympathien erweckten. Das eine stellt Napolcons Ab- schied , das andere dessen Grab auf St. Helena dar. Der erstere kam in die Gallerie des Obersten Chamhure, und wurde bei der Auktion 1855 um 7000 Fr. verkauft. Der Oberst besass auch noch drei andere Bilder aus Verneüs mittlerer Periode: den Uebergang der französischen Armee über die Brücke bei Ludi, Napoleon auf der Briicke von Arcole und die Apotlieose desdiaisers. Die Brii- cke heilLodi wurde bei dei-Auktion um TÄUOFr. verkauft. Beriihint sind auch zwei Bilder, welche beweisen, dass Vernet Schult um 1825 die Darstellung des Pferdes zur höchsten Vollkommenheit gebracht hatte, wenn man auch sagte, dass bei ihm der Allßflruck der Leidenschaften dieser Thiere ans Menschliche grenze. Das eine dieser Bilder stellt in kleinem Formate den unglücklichen Mazeppa dar, wie er auf das wilde Pferd gebunden ist, welches von Wölfen verfolgt iiber einen Baumstamm vvegsetzt. Dieses Bild kam in den Besitz des lYlr. Duchesnc, und 151 Vüfl ßillßr griissg- rcn Darstellung dieses "Gegenstandes "zu unterscheiden. Auf Jim sem Gemälde ist das Pferd niedergesturzt, und umher stehen mb dere wilde Bosse, welche den sterbenden Gefährten betrachtem Auch ein Adler umscliwirrt den Iireis. Der Iiiinstler schenkte die- ses Bild dem Musöc Vernct in Avignon, fertigte aber friiher für den Herzog Louis Philipp eine Copie. Doch galt dieses Bild ge- wohnlich tiir das Original, und diess gab die Veranlassung, dass das Museum auch die Copie erwarb, wo man sie jetzt neben dem Urbilde sieht. Auch dieses Gemälde ist vorzüglich, und vor allem bcn-underungswürdig der Iiopf'.des sterbenden Pferdes. _Eben so trefflich gezeichnet sind auch die anderen Thiere, und sie liefern den Beweis, dass es dem ilfiiinstler trefflich gelungen ist, in den Charakter der verschiedenen Thiergattungen einzudringen. A15 Pferdemaler stand damals Vernet schon über seinem Vater, web clier den äusseren Bau dieser 'I'hiere ebenfalls vollkommen kennt, aber nicht so treffend ihren Charakter und ihre Individualität nach zuahmen wusste. Gerühmte kleinere Bilder aus der früheren Zeit des Meisters sind ferner: Le soldat labour ur, Le soldat de Wa- terloo, Le chien du regiment, Le cheval du troinpette, die Ver- tlieidignng von Saragossa, das spanische Iiluster -von Blönchen verlheidiget (Gallerie Lafitte), die Kinder von Paris vor Vitcsp 1312 (Gallerie Odiot), la derniere cartouche etc. Den Schluss dieser Pe- riode machen wir mit dein grossen Bilde, welches seit" 1356 im historischen Museum zu Versailles sich befindet, und bei der Ab- reise des Künstlers nach Rum unvollendet blieb. Es stellt Lud- wig XV. von seiner schottischen Garde umgeben dar, wie ihm de, Marschall von Sachsen den Ausgang der Schlacht von Fontenoy Verkiindiget. im Jahre 1327 wurde H. Vernet Offizier der Ehrenlegion und Mitglied des Instituts. Im folgenden Jahre wurde er an Guerizfs Stelle zum Direktor der französischen Akademie in Boni ernannt und mit dieser Berufung beginnt ein neuer Abschnitt seines Kunst: lerlebens, da er sich von der alten Ansicht völlig unabhiiiieig ge- macht, und jede Erinnerung an Gros verwischt hatte. Dadiit be- girllll über auch die Periode einer theilweisen masslosen Critik, Seine Arbeiten fanden bei den Freunden der Kunst einen lauten und beinahe ungetheilteu Beifall, von den Künstlern aber wni-d; mit Heftigkcitdi er die darin herrschende 'l'endenz gestritten, Wg]- che einige, die sich auf die anerkannt gfögßugn Meiste,- neuerer Zeit beriefen, eben so sehr tadelten, als andere wiederum bemüht waren, das Geistreiche der Behandlung, und die frappnnle NVir- kung hervorzuheben, welche unstreitig ein ausserordentlichcs Ta-