Velt, Philipp, Ilistorienmaler, wurde 1795 zu Berlin geboren, und als der_Solm eine: jüdischen Bankiers musste er _sich in seinen. Iinabeiijahren den Lehren tagen, welche die niosaische Disciplin vorschreibt. Doch trat 1805 eine Aenderung seiner Lage ein, in- dem die Mutter im Dome zu Quln feierlich zur" christlichen Reli- gion sich bekannte, und zugleich ihre beiden Sohne, Philipp und uhannes, die Taufe empfingen. Friedrich von Schlegel entsagte zur selben _St.unde dem Bekenntnisse Luthers _und wurde später Gatte und Stiefvater der genannten Personen. DieserUinstanil hatte auf die Erziehung der beiden liuaben _den wehlthatigsten Einfluss, in- dem _sie eine ftreng religiose, philosophische Richtung erhielten, und in_ der reinen Erlassung Gottes und seines Werkes der Erlö. aung eine neue Welt Yen Anschauungen in sich entstehen sahen. Glauben, Wissenschaft und. Poesie sind die Sphäre, in welcher der Geist Schlegel? athmete, und ein jeder der Pflegesiihne nahm. den Theil in sich aut, welcher ihrem Wesen verwandt war. Phi- llPP blieb lortan_ der ernsten katholischen Ansicht getreu,_unil sein ganzes Streben ging auf Verherrlichung des Glaubens. Seine Kunst 1st das llesullat einer eigenen Richtung, welche die deutsche M3. lerei_ seit ihrem Wiederaulbluhen in Rum gewonnen hat. er unter. scheidet sich aber ven vielen hunstlern der neuen religiösen Schule dadurch, dass er nicht streng in altherkouimlich typischer Weise sich ausspricht, sondern bei 1hm_ vorzugsweise die religiöse Philo- SOPhIC und Poesie das _Element ist, welches seine Werke durch- dringt. Er hgehort in jeder Hinsicht zu den liauptmeistern de;- neuen religiosen Schule Deutschlands, und bildet mit Schaduw Ovärliselclatund QcLrnehus den grossen Stamm, welcher reiche Aeste 1m ut ien trie . Ph. Veiemachte seine Studien von 1809 1811 unter Profeg- sor Matthiii in Dresden. wo er übrigens im Hause der Schwester des Schlegel die väterliche Obhut nicht vermisste. Nach Ver- lauf dieser Zeit begab sich der junge. liiinstler nach VVien, wo jetzt sein Pflevevaler in Diensten des Erzherzogs Carl stand, durch seine Voifiesungen uber Geschichte und Literatur einen grus- sen lireis von Zuhörern um sich versammelte, und durch seine g-ichtitingiten dkilhäl und mull-iig die Vaterlandsliebe entflaminte. Ph. eit t ci te ie e eisterun , und trat 1815 a s Freivvilli er in die Reihe der preussisähen Iiriäger, welche gegen Franlsreicli fechten. Nach hergestelltem Frieden warf sich Veit in Wien wieder der Kunst in die Arme, welche fortan die begeisterte Gefährtin seines Nüglerls Künstler-Lax. Bd. XX. i