544 Toledo , Juau Toledo , J uan de Plätze und Strassen an, worunter die Strada Toledo zu den gräss- ten und schönsten Strassen von Europa gehört, da sie einen Tag und Nacht belebten Bazar mit prächtigen Palästen und klau- sern bildet, worunter viele nach Juatfs Planen gebaut sind. Sein Werk ist auch die Kirche des heil. Jakob der Spanier, cin Pracht- -bau damaliger Zelt, in welchem die Gebeine des despotischen Pie- (lro da Toledo ruhen. Johann von Nola fertigte das durch seine Inschriften prahlende Grabmonument desselben. Dann baute Juan auch das Schloss am Pausilippo so wie andere Paläste der Stadt, Fontainen u. s. w. Don Pedro tyrannisirte von 1552 - 55 die Stadt, und dann ernannte liaiser Carl V. den Künstler zum Hof- baumeister. Hierauf (1559) berief ihn Philipp II. von Spanien nach Madrid, wo er ihn zum ersten Aufseher über die königlichen Ge- bäude und 1562 zum Architekten des Escurial ernannte. Er fer- tigte den ersten Plan zu diesem Gebäude, nach welchem 1565 der Bau begann und fortgeführt wurde. Der Meister starb 1567, und damals war dieses Denkmal spanischer Griisse bereits so weit vol- lendet, dass in wenigen Jahren die Einweihung desselben zu er- warten stand. Juan de Herrera, der Schüler unsers Meisters, führte den Bau 158.1. zu Ende. Spätere Schriftsteller wollten in- dessen nicht dem Juan de Tolerlo, sondern bald einem unbekann- ten Louis de Fox. bald dem Bramante, Vignola und P. Tibaldi, oder durch Verwechslung dem J. Munnegro da 'I'oled0 die Ehre, den Plan zum Eseurial gefertiget zu haben, zugestehen. Selbst Palo- mino schreibt dem Monnegro den Plan zu, dann nach ihm Orlandi und diesen Gewährsmännern folgten andere, bis auf Miliizia, der dem Juan da Toledo die Ehre vindicirt. Von mehreren w rd auch Pellegrino Tibaldi genannt, so dass wir verleitet wurden, densel- ben als Verfcrtiger des Planes zum Escurial zu nennen; allein er traf später nur einige Abänderungen, und legte darüber einen eigenen Plan vor, welcher aber nicht in Betracht ltnmmt. Pelle- grini verzierte von 1586 an das Kloster und die Kirche mit Bil- dern in Oel und in Freslso, und starb 1592 zu Mailand. Das liluster S. Lorenzo im Eseorial ist das grossartigste Mo- nument, welches Philipp H. errichten liess. Es triigt den Charak- ter eirfes impunirentlen Ernstes. Aus dem Ganzen spricht das dii- stere VVesen eines Philipp ll., und das Gebäude weicht so sehr von den heiteren architektonischen Schöpfungen der damaligen italienischen Schule, und selbst von den Bauten .luan's in Neapel ab, dass man durchaus einen anderen Meister vcrnlutheu möchte. Die zumeist in colossalcrl Massen gehaltenen Detailforlnen der italienischen Architektur sind durchaus nicht im Stande den stren- gen EIHSK zu mildern. Es möchte wohl möglich seyn, dass sich Herrera Abänderungen erlaubte, der in seinen: Schlosse von Aran- jue-z. wenig Sinn fiir das architektonische Milde undSchöne zeigt. Eine genauere Beschreibung des Baues gibt Mihzia, welche in- dessen auch Unrichtighciteil enthält. Dass der Rost des heil. Lo- renz den Grundriss des colossaleil Gebäudes gegeben hat, lassen WNlf dahin gestellt seyn. TOIBdO, Jlliln de; Maler von Toledu. war Schüler vnn J. de Bur- glonlnaä Er mlrxlte 149g uiit sgnclän Mlästerjxn li_10ster der ßatlfe. B-äxäargläiäänudlmnten (an t. exmu ez fand dwse Naclu-wht u" Ärulßdü, 1113!! (16, Maler von Toledo, Schüler von Luis Tri- Man, war von 1041 45 'u_1 der Qatheflrale Qer genannten Stadt huschiittigct. In der Salinslcx der hapuzmer hxrchc zu 'l'ulcdu sah