Titi , Tiberio. 529 1354 die von ihm gemalten niusicirellden Engel in der Nähe des grussen Musivs der liriinuilg Mariä von A. Marini reßtaurirt, In der Sammlung der flurentinischen Akademie ist der Einzug des Herrn in Jerusalem, ehedem in Monte Oliveto; ferner die Ma- donna mit dem Iiinde und zwei Heiligen aus dem Camaldulenser Iiluster zu Florenz, und derlLeichnam Christi auf dem Schousse der Maria. In der alten liirche des heil. Grabes zu Pisa ist eine meisterhafte Grablegung, und in S. Francesco daselbst die Stigma- tisation des heil. Franz. in der Gallerie zu Pistuja sind ebenfalls zwei schöne Bilder von Titi. Ueberdiess finden sich auch Bildnisse von ihm, so wie Zeichnungen. Unter den ersteren ist jenes der heil. Maria Magdalena de' ,l'azzi, des berühmten Macchiavelli, und des Architekten Giac. Sansovino. Die Bauten dieses Meisters bieten nicht viel Interesse, Sie haben zwar gute Verhältnisse, aber keine zierlichen Details. Er baute in Peretula die achteckige Villa der Familie Spini, jene der Cursini in Casciano, und die der Strozzi zu Oliveto. In Florenz baute er den Palast Dartlinelli, dann eine Treppe im Palast Strozzi und das eigene Haus. Titi erhielt in Florenz das Biirgerrecht, und starb daselbst 1603. In der 'I'ribune der florentinischen Gallerie ist dras eigenhändige Bildniss des Künstlers, welches Gregori ge- stoc en hat. Ueberdiess erwähnen wir noch folgende Blätter nach seinen Werken. N. Macchiavelli, Segretario della Rep. Fior. Gestochen von C. Faucci, fol. Frater J. Passavantes. S. Titi p. in claustro S. M. Nov. Fiorj D. Ferretti tlel. M. sc. Jacopu Sansuvino, gest. von B. Pozzi. Die Geburt Christi, in Zeichnungsmanier, gr. 8. Die Anbetung der Hirten, nach einer Zeichnung von St. Mu- linari, gr. ful. Heilige Familie, nnitxrtc Handzeichnung aus dem florcntini- sehen Cabinct von Mulinari, gr. 8. Zwei heil. Familien, imitirte Handzeichilungen, im Steindruck von Strixner, r. 8. Heilige Fafnilie in einer Landschaft. Maria mit dem Kincle, welchem Johannes Weintrauben überreicht. Gest. von L. Neclser in Stuttgart. Schöne Cumptzsitiuil, gr. qu. fol. Die 'l'aul'e Christi, das Bild in der Gallerie Cursini zu Flo- renz, gest. von G. F. liavenet für M. Lastri's Etruria pittrice, fol. Die Auferstehung Christi, gest. vuu A. Lorenzini, fol. Die Grablcguilg Christi, lll Zeichnungsmanier. Vun Scac- ciati?, gr. 3. Die Erweckung dßS Lalßrus, gest. von C. Mogalli, fol. Allegorie auf einen Medicäer, imitirto Handzeichnung von Mulinari, gr. 8- Ü, TllJBFiO, Maler, war Schüler seines Vaters Santa, und stand diesem längere Zeit als Gehiilfe zur Seite. Nach dem 'I'u1.le des- selben vollendete er die hiuterlassenen Gemälde Santcfs. Der Gross- herzog von Florenz erwarb ven ihm mehrere kleine Bilder, wel- che historische und mythologische Seenenentlxalten. Er kommt dem Vater nicht gleich, lieferte aber ebenfalls einige seliätzbare. Wal-km Btjsüllllüfßll Beifall erwarben ilrm seine Bildnisse in JVIÄ- nialur. Der Cardinal Leopold besass CHIC ganze Sammlung sol- hraglerlsliünstlcr-Lex. Bd. XVIPI. 34