Squarsono. Srcbcnitzky , 195 drea da Muranw i") oder von Squarcione die Stecherltunst erlernt haben, was allerdings leicht gesagt, aber schwer zu beweisen ist. Das angebliche Blatt Andrea's von 11'412 hat wahrscheinlich nie exi- stirt, da man nicht einmal den Inhalt desselben ltennt. Auch ist es nicht ausgemacht, dass das unten erwähnte Blatt wirklich von Stluarcione herriihre. Zani, dessen Ansicht in der Folge mehrere theilten, und so auch Zanetti adoptirte, schliesst wahrscheinlich nur aus der Bezeichnung desselben auf Squarcione. Das Blatt trügt die Buchstaben SE. mit einem Querstrich darüber, der in der Mitte ausgewölbt ist. Der Iiiinstler müsste also den ersten und letzten Buchstaben seines Zunamens zur Bezeichnung gewählt haben, was immer noch augingc, wenn der Slyl der Zeichnung für Sqttarcißnt: sprechen würde. Die Formen der Figuren sind breit, nicht schlank. wie sie bei Squarcione vorkommen. Die Fiisse sind lturz, was fiir diesen Meister sehr auffallend wiire. Auch Ottley (Inquiry etc. II. 482) stimmt nicht mit Zani überein. Dieses Blatt stellt nach Zani ein altes VVeib mit sehr hohem llaarschopf vor, wie es in der Rechten eine mit (acht) Würsten behängte Ficke trägt, und mit der anderen Hand einem jungen Manne eine Schweinskeule (Wurst) reicht. Ein anderer [Vlanil kniet vor ihr, und scheint um gleiche Gunst zu liehen. [in Grunde sitzen zwei Figuren, die eine rechts, die andere linhs. Sie er- scheinen im Profil und blasen die Trompette. Dicss ist der Inhalt des Blattes nach Zani's Angabe, er sagt aber Eingangs, dass es neun Figuren enthalte, während er nur fünf bezeichnet. Das Ganze stellt einen Tanz von acht Figuren um das Weib mit Wiiiw sten vor. DerVordergrundist mit Blumen besetzt, und oben ist ein horizontaler Streifen, ebenfalls mit Blumen geziert. Der liest des Grundes ist weiss. In der Mitte unten ist das oben genannte Zel- chen. H. 14 Z. 2 L., Br. 21 Z. g L. (Nach anderer Angabe: H. 15 Z., Br. 21 Z) Zani nennt nur vier Exemplare: in der Bibliothek der Nonnen von St. Justina zu Patlua (jetzt in der Sammlung des Conte Lau.- zara daselbst), in der grossherzoglichen Sammlung zu Florenz, auf der lt. Bibliothek in Paris, und bei lVIiChel Nimt Dufrcsne. Das Exemplar der Bibliothek in Paris sah Brulliot (Dict. des ino- nogr. II. Nr. 2485) und fand dieses groteske Genrebild von ganz eigenthumlichemGeschmaclse. Diese Darstellung scheint überhaupt mit der antiken Richtung des Meisters sonderbar zu contrastiren. D. Hopfer scheint bei seiner ähnlichen Darstellung B. 75 den Squarcione zum Vorbilde genommen zu haben. In den Opera Hopferiana kommt dieses Blatt Nro. 18 vor. Squarsono , Beiname VOII ÄMantegna. Squarzclla , Squazzella. Squazzella , Andrea , Sguazzella. ein von Fiissly erwähnter Anton Sehnen-Jans. Squoniam, scheinlich deutscher Maler, ist wahr- Srebenitzky, G2, nennt Fiorillo in den kleinen Schriften einen russischen liupferstecher, und schreibt ihm folgende Blätter zu: 1) Die römische Charitas, nach Lagrende. 2) Der kranke Irlausvater, nach Grenze. Vgl. Andrea Vivarini da Murano. 13 "