Silöe, Gil Silvu, J onquinl Carncirq 403 die alle. in einem der Hauptschiffe angebrachte Capelle der Klligq nicht genügte. Silöe fertigte die Pläne zur liirche, den Bau aber leitete Alonso Covarruhias, der ebenfalls Zeichnungen lieferte. Don Diego hatte damals noch in Granada zu thnn, und daher ltam es, dass Cuvarrnbias öfters Hauptmeister der liirche genannt wurde. Doch auch llrlilizia ist im lrrthum, wenn er unsern Silüe zum Erlmuer der Cülltedrale in Granada macht, da dieser nach den vun C. ßermudez in seinem Diceionariu liisturicu benutzten Archivalien nur den Bau des lilusters und der lriirclte des hl. Hieronymus leitete. Aueh die Cathedrale von Sevilla zog 1534 den Künstler heim Baue der grussen Sakristei, cles Cupitelsamles und der Salaristei der lielche zu Bathe. Die Pläne fertigte Diego de Iliamuu, welche unser Meister prüfte und für gut lnnd. Zeit- weise kam Silöe als hesoldeter Visitador des Capitels nach Sevilln. Er starb zu Grenada 1565. Bcrmudez gibt. das Testament des Künstlers. Silöe, Grll (18, Bildhauer, der Vater des obigen Künstlers, stand in Bnrgus im Rufe eines vorzüglichen Künstlers. Er fertigte die Grabmiilex- des Königs Juun ll., und des lnfanten D. Alunsu in der Carthause zu Miraflores. Das erstere bildet ein Octogou mit den Bildern des Königs und seiner Gemahlin mit Kronen auf dem Haupte, Jnan init dem Scepter und die Iiiimgin mit dem Buche in der Hand. Auch die Statnetten der Evangelisten und ändere:- Heiligen sind an diesem reich verzierten Werke angebracht. Der lnfant ist knieend dargestellt, und in pyramidalen Nischen er- scheinen die Statuen der hl. Jungfrau und des Engels Gabriel; auch andere Engel und Figuren sind angebracht. Im Jahre 1486 erhielt Silöe für die Zeichnung dieser beiden Grabmälcr 15-10 Ma- ravedis, und von 1489 1495 liiltrte er sie in Alahnstenaus. Die Kosten beliefen sich auf 442,667 Maravedis, ohne die 158,2521VIax-. für den Alabaster. 1m Jahre 149g übernahm er mit Diego de la Cruz die Aus- führung des Hauptaltares in der genannten Curthause. Er brachte da Christus am lireuze mit Maria und Johannes an, die Statuen der Aposteln und Evangelisten, mehrere Bnsreliefs mit der Lei- densgeschichte des llerrn und die Statuen des Königs und der liütligin mit ihren Suhutzlteiligen. Dieser reiche Altar kostete Lütätölä Maravedis. C. Berxnudez fand über diese Werke und ihren Meister im Archive der l-iirche Nachricht. Vgl. dessen Die. cionario de los mas illustres prolessures etc. Sllva; Jonquim Carneiro (121, liupferstecher, geb. zuPurto1727, 1mm als linuhe von sieben Jahren nach Rio de Janeiro, ulHl Ver- lehle da zwölf Jahre. Während dieser Zeit erlernte er ivun Joau Gumes die Zeichenkunst und üble sich in der Musik, bis er end- livll 1756 nach Lissabon sich begab, wo er ein Jahr ausschließlich der Malerei sieh ergab, um dann in Ilom mit desto grüssereln Vorlllßilß seine Alläbildllllg vollenden zu können. Carneiro halle Talent Zum Nluler, musste sich aber nach seiner 1760 erfolgten lliiclakehr in Lissabon fast ausschliesslich mit der Anfertigung von Zeichnungen und mit dem Stiche besehüfligßll- Nach Ponzonfs Abgang wurde er Professor der Zßlßheilläul)?! an? Collegio dos Nubres, und dann Vorstand der k. Druckerei: Hierauf legte er der Königin Maria die Statuten zur neuen Zeichnungs-Almdenne vor, deren Leitung J. M. da Buchs und J. Carneiro iibernahznen, neben J, 11a Custa, Welcher die architclstbnische Abthrilung hatte. '26 "