501 Scher; Egidius. Schor, Christoph imd Philipp. der Acgid. Dann malte er auch für andere Palläste und Kirchen Bilder in Onl, wie rlas Hochalltarhlatt der Marialiiilf- Kirche in Innsbruck. Im Jahre 1655 wurde er Mitglied der Alsaclemie Vun S. Luca, dann baute er sich ein Haus, und zierte dasselbe mit dem im Artikel seines Vaters erwähnten Wappen. Er lebte fortan in Rom, unter dem Namen des INTexstex-q Giuvan Paolu 'I'edesi;u (Scur) bekannt. Um IÖBO starb der liünstler. Seine Decurationexl des [wiibslliclxan Pallasres und der Haupt. kirchen Bonus sind im Iiupferstiche bekannt. so wie einige andere Bilder, welche er daselbst gemalt hat. J. Chateau stach nach ihm den Herkules im Iiample mit der lcrniiiscliexi Schlange. Paul Pnn. tius stach nach seiner Zeichnung das Bildniss des Iirzlierzngs Leopold Wilhelm von Oesterreich für liirchefs Musurgia Unirogy- salis. Romae 1050. Das von ihm gezeichnete Titelliupfer diese; VVerlses stach Baron, und jenes für Iiirclnerä Mundus subterraneus J. Mülllüll). Schor, EgldtüS, Maler und Bruder des Obigen, wurde 1626 in Innsbruck geboren, und claselbst in der Malerei unterrichtet, wu- rnuf er nach Rom sich begab, um an dem Arbeiten Seines Bruders Theil zu nehmen. Erarbeitete eilt" Jahre in Boni, theilwvieise mit noch gröserem Beifalle als der Bruder. Von lium aus begab u. sich nach Deutschland. hielt sich einige Zeit zu Salzburg, zu Gott- weich, zu lYiiinchen, in Augsburg und in Niiritberg i-uf, und ltehi-{e endlich nach Innsbruck zurück, wo er die letzteren Jahre seines Lebensin grosser Tbätiglwit hinbmchte und 170! starb. lißchoi- war als Architelttur- und [lecoratioxlsmaler liewuntlert. Er malic in vielen Pallästen, in Kirchen. für die Sehnuliiilnxen, nnl um", irgend wo groese Feierlichkeiten verfielen, so musste Schur (11. Triumphbligexx, und andere Dßcüralionsstiiclie malen, so wie die Zeichnung zu den Feuerwerken liefern. Auch liir Goldschmiede lieferte er Zeichnungen im liuccocostylc. Diese: let es eben, qm- seiner Neuheit wegen dem Künstler solchen lieifztll erwarb. N3- mentlieh arbeiteten die Goldschmiede uncl Ebenistcn Atlgshni-gs nach seinen Zeichnungen. Der Nlagistzat dieser Stadt gab ihm sogar das Biirgerrecbt gratis. Schur lsehrte aber nach Innsbruck zurzeit. Hier malte er die Plafonils in den erzlierzoglichcn Zinn- mern, die Decorationen fiir die Theater, Sßllöustiielse bei öffent. liehen Aufzügen und Todtiiillen (Custrn doioris), hl. GrnbvorsyeL langen (in der Plhrrkirche und im k. Stifte zulsiall), und auch mehrere Altarblätter, wie das grosse Alturblatt in Vililtau, das Leben des hl. Augustin in Izwiilf Darstellungen zu Neustift, die Iiuppel derFraueuliapelle dasclbst, etc. Den Jesuiten malte er die prächtigen Deeorntiotien zur Canonisation des heil. Franz Box-ging, und die Zeiclmun en zur silbernen Statue und zum Amependinm des hl. lgnaz. Ugeberdiess fertigte er unzählige Zeichnungen zu Monstranzexi, LamPeu und anderen Iiirchcilgeriitben. Was ei- überdiess noch fürhiinste iibte, sagt das Tyroler liiinstler-Lexicon, Dann gibt es 15 Blätter von J, de Rubeis nach CUÜIPQSltiUUQn der beiden Sehor, welche rlie Wunder des heil. 'I'homas von Villa- nuova vorstellen. Sie wurden bei dessen Ileiligsprechung im V5- tikan gemalt. Dann hat E. Scbor selbst einige Blätter radirt. Schor, Christoph und Plnllpp, Mam- und Archigekten, waren Söhne und Schüler von Job. Paul Schur. Der erstere arbeitete einige Zeit in Rum, ging aber dann nach Neapel 911d wurde da erster Architekt des Königs, Philipp, der jüqgerc Bruder, TßSKau-