464 Schoen, Friedrich Wilhelm. Scho en, Joseph. ihm endlich möglich wurde, nach. München zu gehen. und an der Akademie daselbstv seine Studien fortzusetzen. Er besuchte (liesß Anstalt ein Jahr mit allem Fleisse, dann aber musste er theils durch Portrnitzeichiünngcn, theils durch Arbeiten nur Stein seinen Unter- halt sichern. Zu den letztem gehört die Predigt des heil. Paulus, welche er für Velten lithographirte. Im Jahre 1855 ging er a" den Rhein, wo Sehnen mehrere Purtraite zeichnete, und 135? nach München zurückgekehrt, fand er endlich eine grössere Arbeit, nach deren Vollendung er in iden Stand gesetzt wurde, sich der lang; ersehnten Oelixialcrei zu widmen. Es ist diess ein Heft von fiiiif Blättern, welche-nach hurz vurher aufgefundenen llnndzeichnun- äenlilic Stadt YVorms vor ihrer 1690 erfolgten Lerstörung durch ie "ranzosen vorstellen. Sein erstes Oelgemiilde, welches in den Besitz des Grosshev- zogs von Hessen überging, stellt einen aus Griechenland zurück- gel-tehrtcn Lanzenreiter bei den Seinen dar. lWehrere andere SP5. tere Bilder, meistens mit eilclstvtillei- Licht- oder Feuerheleltclitttng. sah man im Locale des Miiiicliner-liunstvereines ausgestellt, wie das Biiclierniiitlchen, im Besitze des geheimen Rathcs v. Süllßllixifg; eine Mutter mit den Kindern; die Obsthiinrllcrin, Nnchlstiiul; iiu Besitze des Grafen Pappenheini; das beim SplllrtrUCliUll einschla- fcnde Mädchen, im l-3esitze_tler Erzhcrzngin Sqphie von Oestep; ,reich; der Savojzxrdenjunge mit dem Guchliastcn; die Haarilechte- rin von einem Jüngling belauscht; eine nächtliche Feuersbrunst, im Besitze des Prinzen Carl von Bayern; das Landmiichen für ei- nrn Abrcisentleiz einen Blumenstrauss bindend; der während der Geigenlehtiun cinschlafende Schulmeister, launiges Nachtstiiclt; die Domino-Partie, ein nicht minder schönes Nachtsiich; zwei kleine Bilder im Besitze der Prinzessin Mathilde von Darmstadt; die liiinstlerlineipe beim Stnbenvoll (Bräuhaus in München), das be_ triichtlichste Bild des Meisters, mit ohngefiihr 50 Purtraitfigui-en, höchst lebendig beim lierzenlichte gruppirt. Dieses Bild gewann bei der Verloosung 1844 ein Privaticr, Zu seinen neuesten Werben gehört die alte Dilährchenerziih. lerin am brennenden Camine, an welchem die junge ßauernfami- lie versammelt ist. H. liohler hat den schlafenden Schulmeister lithcigraphirt. Das Bildniss des Iiiinstlers erscheint im zweiten Jahrgange von Köhlers Album der Münchner Künstler. Von seinen Lithographien, deren wir oben summarisch nann. ten, finden wir folgende hervorgehoben. 1) Moses am Brunen, nach Poussin, für J. Velten lithoqya- phirt, iiol. i 2) Paulus predigt in Athen, ebenfalls für Velten's Iiunsthand. lung ausgeiiihrt M. 5) Die Cartuns vun Rafael in Hamptoncourt, t) Blätter, S9- druckt vun Strixner und Zach 1851i 1111- ruy. ful. lt) Napuleon vor Nluslsau, nach Müller, fol. 5) Napoleon zu Malinnison, nach lsahcy ful. 6) Der Pulichinelspieler, liuhlei-"s Album der Münchner Künstler, ll. Jahrgang, fo . 7) Die Ansicht von Wcrnis vor der 1690 erfolgten Zerstörung äin ubet: qrwähntes Werh in 5 Blättern mit Umschlag uifd 'cxt, fo . 80110011, JOSGPI], Mcdailleur in TNien, bildete Akademie daselbst und machte in kurzer Zeit Fortschritte. Schön ist ein trefflichcr Zeichner sich an der lt k die glüclslicllstel; und im Modelli.