Schmidt , Philipp. Schmidt, 357 sich: Bedenken und Eutgegnungen ausgesprochen , anderseits aber bereiteten ihm Hass. Missgunst und "Verfolgungsgeist Verun- glimpfungen. Gegen diese stumpfsinnigen Invectiven vertheidigte sich Schmid mit edler und ruhiger Würde. Eine grossc Menge lrelilich gebildeter Schüler in der Nahe und Ferne, und in allen Verhältnissen des Lebens sprechen für die Tüchtigkeit seiner Methode. In Stettin blieb Schmid nur bis zum Jahre 1810, da ihn un- giinstige Zeitverhiiltnisse zur Auflösung seinerVerbindungen ZtNüll- gen. Jetzt ging er nach Berlin, wo seine der Natur abgelauschte Methode, obwohl sie damals noch nicht völlig entwickelt war. die lebendigste Theilnahme erregte. Ja der Umstand, dass bald nach den ersten Stunden eine bedeutende Gruppe gezeichnet, und bis zum höchsten Lichte ausgeführt wurde, steigerte die 'I'l'ieil- nahme bis zum rauschenden Beifall, welcher freilich, als der liiinst- ler diese zu friihe, den Grundsätzen seiner Methode nicht entspre- chende Anforderung einer geiibteren liraft aufhob, allmählich sich verlor. Doch wenn sich der Ruf der Methode auch vom Markt- platz in die Wohnung der Einsichttgeren zuriickzog, so war doch das Ansehen derselben so tief begründet, zu unerschütterlich die Achtung vor den Künstler selbst, welcher durch sein lebcnsgrosses Bildniss und eine vvandgrosse Copie eines Thierstiickes von Potter, was er leiste genügend bewiesen hatte, als dass es die Methode hätte untergraben können. im Jahre 1817 gründete er in Prunk- furt a. M. ein Institut, das in kurzer Zeit noch blühender wurde, als jenes in Berlin. In die folgenden Jahre der regesten Anstren- gung fallen die wichtigsten Studien für das Naturzeichnen. Wi-ih- rend. eines Erholungsaufenthaltes in den Bädern zu Aachen erhielt er von der dortigen Regierung die Aufforderung, einigen jungen Lehrern die Grundsätze seiner Methode zu lehren, und hierauf untervvies er in Folge eines Auftrages der Regierung in Cöln da- selbst 14 Lehrer auf ähnliche Weise. Dadurch sah sich das k. Mi- nisterium des Cultus auf's Neue zu einer Prüfung seiner Methode veranlasst, in deren Folge Schmid 182i nach Berlin berufen wurde. Er musste da an zwei Tagen wöchentlich einer Anzahl von hiich- 5mm In) Schülern, die zu Zeichnungslchrern an Seminarien und städtischen Schulen bestimmt waren, Unterricht ertheilen. Im Jahre 18.51 erfolgte seine Ernennung zum ltönigl. Professor. In diesem lireise wirkte Schmid noch mehrere Jahre kräftig fort, und hatte das Vergnügen an vielen Anstalten des Vaterlandes seine Schüler angestellt zu sehen. Schmid lebt noch gegenwärtig in Berlin. Schmidt oder Schmid, Philipp, Male, von München, war um 1814 daselhst Schüler der Akademie, und widmete sich besonders der Purtraitmalerei. Es finden sich in München viele Purtraite von ihm; die letzten sahen wir auf der Iiunstausstellung von 1852. Sdhmidb Maler von VVolfstein im Rlieinlareise, wurde 1899 geboren. Er besuchte 1825 die Akademie der Iiünste in Mün- chen, und lag daselbst bis 1850 den Studien ub. Schmidt, Philipp, s. auch Schmitt. Schmult oder Schmal, P. A-, Zcivhner und Maler, ein Schwei- zgf von Geburt, war in den ersten Decermlen unsers Jahrhunderts xhinig. Er zeichnete viele Ansiehtexl der schönsten Gegenden der Schweiz, die im liupfersliclne erschienen. J. Nleyer stach nach Sei. gen Zeichnungen die 22 Hauplurte der Sclnveiz. in Aquatinta, die 1:11 Zürich erschienen und auch colorirt vorkommen, qu. S. Ein.