9-1 6 Schlick , Benjamin. Schlick , hard und Emma findet, ä lebensgrosse Figuren. Ein Genrebild aus jener Zeit stellt einen blinden Greis mit seiner Enkelin vor dem Madonnenbilde betend dar, ein anderes einen Edelknaben. Die grössere Anzahl seiner Werke bestehen in männlichen und Weib. liehen Bildnissen. SChllCk; Benlamln, Architekt und berühmter Zeichner, bildete sich auf der k. Akademie zu Copenhagen, und begab sich als Pensionär dieser Anstalt nach Paris. Hier vollendete er als solcher 1320 ein Werk über das Odeontheater, welches die Architektur dieses Ge- bäudes nach allen Details, in miniaturartig, mit der höchsten Ele- ganz ausgeführten Aquarellzeiehnungen darstellt. Hierauf kehrte er nach Copenhagen zurück, und ward daselbst zum Mitgliede der Akademie ernannt, ging aber wieder nach Paris, und beschäf- tigte sich im Auftrage Carl's X. mit Ausführung eines ähnlichen Zeichuungswerkes, welches in einem Grossfoliobande eine Parallele der vorzüglichsten Theater von Paris und einiger anderen französi. scheu Städte enthält, und mit allen accessorischen Verzierungen ausgestattet ist, welche die Eleganz eines solchen Albums crhöhcn können. Zugleich besorgte er die neue Einrichtung des Theau-e des Variötäs, und wiederholte Reisen nach London gaben ihm Veranlassung zu einem grossen Projekt für den Saal der Pülfäliayn- mer, nach der 'Weise der Thermen des Caracalla prachtvoll veh ziert. Die Üebergabe des genannten Werkes an Carl X. wurde durch die Ereignisse von 1850 verhindert, und es blieb in den Händen des Künstlers. Jetzt verliess Schlick Paris, und besorwte im Auftrage des Grossherzogs von Baden die neue Einrichtung fies Carlsruher Theaters. Hierauf ging er nach Rom, wo er auch das Theater des Herzogs von Torlonia mit einem nach seiner Erßm dung neu construirten Vorhang versah. Er hielt sich mehrere Jahre in Italien auf und zeichnete eine Menge von Ansichten, Plänen und Details aus allen Theilen dieses Landes. Eine Reihe enthält zierlich ausgeführte Aquarellzeichnungen einiger etruskischen Gr5_ ber von Corneto, nebst Proben ihrer Gemälde und Verzierungen Am meisten hat sich aber Schlick mit dem Studium der Ueberreste von Pompeji beschäftiget, und die ihm eigene liunst des Aquarell- malens ist hier vorzüglich in Abbildung malerischer Ansichten der Ruinen und in den vol-lendetsten Miniaturcopien ihrer Gcmäldg in Anwendung gekommen. Wie an den Wänden in Pompeji so sind auch in diesen Nachbildungen alle Gründe glänzend, allelld- nieu und Figuren glanzlos gehalten, Alles mit solcher Kunst be- handelt, dass selbst die feinste helle Linie ausgespart ist. Aussag- den trclilicheu Nachbildungen hat Schlick auch mehrere liestaura- tionen in Zeichnung unternommen, namentlich einige Wände und Gebäude von Pompeji, und die Säulen in der Halle des Palazzn vecchio zu Florenz, die ursprünglich nicht mit farbigen, so"- dern mit weissen Stuccoornamenten verziert tvaren. Schlick ist; Iiammerherr des [ierzogs von Lucca, und mit Decurationen und Iihrendiplaamext reich bedacht. Seine Arbeiten dürften Eigenthum einer Regierung werden. Wir haben von ihm auch eine Schritt; RQPPON fait ä PAcademie des beaux-arts de l'Institut de Franco sur le chemin souterrain dit Tunnel etc. SChhCka G's Maler in Leipzig, stuxlirte auf der Akademie seine;- "Vaterstadt, und unternahm dann zur weiteren Ausbildung eine Reise nach Berlin und nach Paris. Er ist virahrschcinlich jener B. G. Schlick, der um 1828 in Berlin architektonische Ansichten mnlte. G. Schlick malt aber auch schöne Gcnrcbildcr. Für Dr- Pullrlßlfs