138 Schaller , Johann. Schaller , Anton. Brünn 1850; des Fürsten Metternich, für die Walhalla, 1827; des Grafen liinsky für die W. Neustiidter Akademie in Bronze. 1823; des Fürsten Joseph von Schwarzenherg, 1854; des Hofraths von Hammer, des Direktors Rebell, des Generals Jermolof auf dem St Marxer Friedhofe, 1855, und des liaisers Ferdinand I. im lsaiser- liehen Ornate in Marmor, 1859. Schallerestarb zu Wien 1842 nach kurzem Iirankenlager, tief betrauert von seinen Schülern, seinen Iiunstgenossen, und allen, die den hochbegabten Künstler kannten. Er hatte sich durch seine Werke, seine Lehre Vund seinen Ilath allgemeine Hochachtung an worben, und durch seine edle Persönlichkeit alle Herzen gewgxh nen. In B. v. Hormayerk Archiv 1822, und im Kllüälblallß geschieht oft riihmliche Erwähnung von diesem Meister. Im tlahrgqnge 1842 Nr. 61 des letzeren ist dem Andenken Schaller's ein Nscrm log geweiht. , Das Bildniss dieses Künstlers ist in der Portraitsammlung des k. sächsischen Hofinalers Vogel von Vogelstein, 181g gezeichnet, Sßhaner, AUÜOU, Historienmaler von Wien, der ältere Bruder des obigen Künstlers, sollte Hafner werden, und besuchte daher, wie jener die erwähnte Handgewerks-Schule. Hierauf kam er als Lehh ling in die k. k. Porzellannianufaktur, wo der Maler. Schulz Schah ler's grosses Talent zum Zeichnen und Malen in ßalde erkannte, und selben zu Höherem bestimmt sah, als zum Ifupter. Er em_ yfahl ihn daher als den fähigsten unter allen Scliulern der Mamb faktur dem Direktor Niedermayer, einem um diese Anstalt, und um die Iiunst im Allgemi-uen hoch verdienten Mann. Dieser setzte alljährlich den Zöglingen seiner Anstalt einen Preis aus, Welchen ein bestimmtes Bild in Oel gewinnen sollte. Damals als Schalter eoncurrirte, ward die Aufgabe aus Göthe's Iphigenia entnommen, und Orestes und lphigenia zur Darstellung bestimmt, die Scene wie dieser ruft: Berühre nicht meine heiligen Locken! Schauer gewann den zweiten Preis, zeigte sich aber bald des ersten würdig. und war von nun an der Schützling des Direktors Nlßdefmayer. Er übertrug ihm die Ausführung mehrerer historischer Gemäide auf Porzellainplatten, deren einige in den Besitz des Iierzogs von Sachsen-Taschen kamen, so wie in jenen anderer Fursten. Die wichtigsten Bestellungen wurden damals dem ]nngen Schaller am vertraut. Nebenbei zeichnete er mit gewissenhafter Genauigkeit nach antiken Vorbildern und nach der Natur, studirte mit eben so grossen Eifer Anatomie, und wurde zuletzt in diesen Theilen d" Hunst so vollkommen, dass man ihm die Professur "der Anatgmie und der Elementarzeichnung an der k. k. Akademie übertrug. von dieser Zeit an widmete er seine Thätigkeit dem Unterrichte und der Oelmalerei, und es finden sich daher von ihin auch historische Bilder. die in Aulfassung und Durchführung ein ausgezeichnete, Talent verrathen, dem aber die Gelegenheit fehlte, 881565 durch grossartige Aufträge in noch höherem Grade zu erproben. In a1. nigen Kirchen Oesterreichs sind Altarbilder von ihm, und dar-uu. 1er ist namentlich ein schönes Gemälde der Himmelfahrt Mariä, welches nach Mähren kam. Ein anderes gerühmtes religiöses Bild. 1853 ausgeführt, zeigt den heil. Stephan, wie er Almosen austheilt. Dieses Werk erwähnt auch Graf v. Raczyuski in seiner Geschichte der deutschen Kunst. Ein grosses historisches Bild, welches den Androklus vorstellt, wie ihm in der Wüste der Liiwe Nahrung bringt, kam in den Besitz des Dr. Steiubauer in Wien, eine halb lebensgrosse Venus, vielleicht das schönste Malwerk des Meisters, erwarb der berühmte lrrenarzt Dr. Gern. Ein kleines. Schöne,