Buggieri , Guido. 25 gelebt haben, wahrscheinlich Franciafs Schiiler. Mannennt nämlich ein Blatt, welches Krieger vorstellt. die eine Stadtmauer bauen, von Ptosso Bossi gezeichnet, und mit Buggieri sc. signirt. Dies ist viel- leicht der Bologneser Guido Ruggteri, von welchem auch der Gi- gantensturz u. s. w. herrühren könnte. Bei den mit G. F. be- zeichneten Blättern dachten einige auch auf Georg Ghisi, G. Fan- tuzzi und Georg Frenzcl. Bartseh vermuthet darunter einen ano- nymen deutschen Meister. Diesem Anonymus G. F. schreibt er im P. gr. IX. p. eine Folge von 22 Copic-n zu. Aus diesen schwan- ltetulen Angaben ersieht man, dass die Wahrheit der Sache noch schwebe. Doch auch mit dem Munogramnte G. B. hat sich die Auslegungslsunst noch nicht erschöpft. Der Copist des Blattes von Golzius, welches einen Knaben mit dem Hunde vorstellt, ist nicht G. Buggieri, der schon um 1535 arbeitete, da auf dem Blatte jenes Monogrammisten auch noch: Caesar Caprinica exc. romae anno 1599 steht. Folgende Blätter gelten hier und da als Werke des Guido Buggieri. 1) St. Hieronymus in seiner Höhle mit Lesen beschäftigen Die- ses Blatt ist mit einem llrlunogramnte bezeichnet, welches den Buchstaben B. im Halbkreise des G. vorstellt. In einem Aulatiunsftataloge (Leipzig den 27. April 1821, Nr. 1757) wird es auf G. Buggieri gedeutet, qu- ful. 2) Die Bube der hl. Familie auf der Flucht in Aegypten. Maria und Joseph sitzen am Fussc eines Baumes, hinter welchem der Esel erscheint. Im Grunde ist Landschaft mit Gebäuden. Unten stehen die Buchstaben G. B. F., was auf G. Buggieri deuten soll. H. 6 Z. 1 L., Br. lt Z. 8 L. 5) Alexander, von seinen Generälen umgeben, erhebt sich auf dem vor seinem Zelte errichteten Throne, um die Königin der Amazonen zu empfangen, ein junges Weib mit dem Schilde in der Linhen und zwei Pfeilern in der Rechten. Der Stalltneister fiibrt ihr Pferd, und das Gefolge machen Amazonen aus. Am Zelte liest man: A. FÜNTAN. BLEO. BOL. (i. e. Primaticcio) und linlts in der Bebe ist das W10- nogratnm G. F. auf dem 'l'äfelcfien. H, g Z., Br. g Z. Die- ses Biatt ist sehr gut gezeichnet und sehr sorgfältig gesto- chen. Uartsclt P. gr. lX. p. 25 schreibt es einem anonymen deutschen Pvleister zu. 4) Der Gigantensttirz. Dieses Blatt ist horizontal in zwei Theile getheilt. Oben erscheinen die Götter im Olymp, wo Jupi- tcr den Blitz auf die Riesen scblemlert, die, bis auf wenige sich noch erhebende Verwundete, schon ihren Untergang go- fnnrlc-ti haben. Nur im Grunde linhs bemiilteti sich noch einige mit der Sturmleiter. H. 12 Z. L., Br. 20 Z. Vasari schreibtirlie Compusition dem P. del Vage zu! nennt aber den Stecher des flluttes nicht. Einige schreiben es dem Honasoue, Caraglio und G. Gltisi zu-, Znnetti (Ca- binet Cicognara Nr. M31, und Bartscla P. gr. XV. p. 45. Nr. 16. erklären es aber bestimmt als lltiggierPs Arbeit. Nur ist zu bemerken, dass Burtsclt dasselbe Blatt auch wie- der unter den zwveifelhaftenJllättern des Georg Ghisi auf- zählt. und bemerkt, dass die Hand liir den Maler Ruggieri zu geübt erscheine. 5) Vulkan und die Cyclopen schmieden die Pfeile des Amor, in Gegenwart mehrerer Aruurettexi, die an der Arbeit "Fbeil neh-