Ihibens , Peter Paul. 5 59. B. a Bolswert gestochen. Eine seltene Copie hat den Namen Ho- nervogt. Stolpe stach es kleiner. Christus am Kreuze sterbend, bei verfinsterter Sonne, bei all- gemeiner Trauer der Natur. In der Ferne wirrLman Jerusalem gewahr. Ein solches Bild, 1d. Z. hoch und 29 Z. breit, war bis 1840 in der Sammlung des Schamp van Aveschoot, vielleicht das Vorbild zu einer grosseren Darstellung, welche Bolswert gestochen hat. In der Gestalt des Erlösers zeigt sich ein tiefes Studium der Anatomie und eine Wiirde der Form, wie sie bei Rubens nicht häufig erscheint. Die Nägel gehen durch das Handgelenk, und die Muskeln der Hände und Fiisse sind so angezogen, dass man das schmerzliche der Lage mitzufiihlen scheint. Die Wirkung der Farbe ist ausscrordentlich und magisch, die Ausführung des Ganzen des grossartigen Gedankens würdig. Paul Pontius stach ein unter dem Namen des Faustkampfes. bekanntes Blatt, weil die beiden Engel in den Wolken Sünde und Tod mit der Faust schlagen. Christus erscheint allein am Kreuze. Eine gegenseitige Copie hat die Adresse von C. Galle. S. a Bolswert stach Christus am lireuze mit herabgesenktem Haupha, in der Ferne Jerusalem. Dieses kostbare Grabstichelblatt ist dem Bartol. de los Bias dedicirt. C. Gallc's Adresse trägt auch ein Bild mit Christus am Kreuze, der das Haupt gesenkt. Unten stehen Maria und Johannes. l'oilly's Aidresse hat ein Blatt mit Christus am Iireuze, wie er den Blick nach dem Himmel richtet. In Basan's Catalog kommen iiberdiess noeh mehrere andere Crucillxe vor, aber meistens Copien. Die Kreuzabnehmung, ein berühmtes Bild in der k. Gallerie der Eremitage zu St. Petersburg. Die Iireuzabnehmung, berühmtes Altarbild in der Cathedrale zu Antwerpen, dessen wir oben S. 517 im Leben des liiinstlers erwähnt haben. Diese Darstellung bildet das Mittelbild, auf den inneren Seiten der Fliigel sieht man die Heimsuchung und die Darstellung im Tempel. Die Entstehungsgeschichte und die nä- here Würdigung dieses Bildes haben wir weiter oben gegeben. Das Hauptbild ist öfter gestochen, früher 1626 am besten von L. Vorsterman, spiiter von Pigeot, Earlom , V. Green, neuerdings von Claessens. Die anderen Bilder stachen de Jude und P. Pontius. Eine VViederholung des Hauptgegenstatitles, aber von der Gegenseite, hat C. Galle's Adresse, gr. fol. und kl. fol. Aubert stach diese Darstellung ebenfalls von der Gegenseite. Basan erwähnt auch Stiche von P. Clouwct, C. VVaumans und aus Lauwers Verlag, wir wissen abernicht, ob diese Iireuzab- nahme oder eine der folgenden gestochen ist. Die lireuzabnehmung, kleiner als das Bild in der Cathedrale, in der Iiirche der Franziskaner zu Antwerpen. Der vom Kreuze abgenommene und auf dem Schoosse der hl. Jungfrau ruhende Heiland, mit St. FPHHZISCLIS: 1616 in der Kapu- zinerkirche zu Brüssel aufgestellt, ietzt im Museunr der Stadt- Diese Darstellung hat 1626 P. Pontius prächtig gestochen. Eine Cupie, in C. Galle's Manier, hat die gleiche Unter- schritt, uud rechts: P. P. Rubens pinx. S. a Bolswert stach das- selbe Bild lnit einigen Veränderungen. Der todte Christus auf dem Schoosse der, Mutter, Altar- bild der Grabkapelle der Familie Michielson , auf den Seiten-