U0 Iiottenhaunmer, Johann. das Ruder führte. Der Churtürst von der Pfalz war aber ein be, sonderer Gönner dieses Künstlers, der ihm für ein Bild der Hugh- zeit in Cana 3000 Gulden bezahlte; Weniger scheint ihn Maximi- lian I. berüclssichtiget zu haben. Dennoch liainen mehrere ßilder nach München, und noch gegenwärtig sieht man viele daselbsr, In der ligl. Pinakothek findet man neun derselben. Das eine, 4: 9" 6'" hoch, stellt die in einer himmlischen Glorie mit_dem liinde auf Wolken sitzende hl. Jungfrau dar, wie sie, von vielen Bei]; gen umgeben, dem heil. Augustin erscheint, ein Altarblatt aus der ehemaligen Augustinerliirche zu ltlünchen. so wie ein zweites Bitd daselbst, welches die Enthauptung der heil. Catharina Vüfälinnt, in lebensgrossen ganzen Figuren. Die anderen Bilder sind Mein und auf Kupfer gemalt: die heil. Jungfrau in einer Baulnreichen Landschaft (von J. Breughcl) mit dem Iiinde auf dem Schogäe sitzend, und von Engeln umgeben; Maria mit dem JCsu-sliinde auf dem Throne von Engeln umgeben. zu den Seiten St. Franz und der Evangelist; die Hochzeit zu Czina; das jüngste Gericht, etwas über zwei Schuh hoch; Diana im Bade von Alitiion überrascht; (die Landschaft von J. Breugliel); tanzende liinder in einer Land- schaft. In der Metropolitanliirche zu München ist die lii-öiiuiig Mariä von ihm, und in der hl. Geistkirclie die hl. Jungfrau mit dem Iiindeaufdem Altare der Bäclserhruderschaft. In der Hirche zu diktbeuern ist ein Altarhlutt, welches den heil. Leonhard vorstellt im Münster zu Ulm ein anderes mit der Geburt Christi. Ausser: dem findet man noch mehrere andere liirchenbilder, worunter wir nur noch jene in Augsburg nennen. In der St. Ulrichsliirclie ist ein Engelstui-z, Maria mit dem JGSUSlAiIIdE mit St. Ulrich und Afra, die Himmelfahrt IVIai-iä, und der englische Gruss 1608 gemalt. Fül- das ehemalige Hochaltarblatt der heil. Iireuzliirche, aut welcher er- die Herrlichkeit der Heiligen im Himmel vorstellte, erhielt er 1090 (L Für die St. Morizpfarrliirche malte er ebenfalls eine Himmelfahrt Mariä, u. s. w. Im Jahre 1611 malte er die Flügel und Ovale der Orgel in der evangelischen Iireuzliirche, und 1620 das Hallplpgr- tal des goldenen Saales. Bottenhainmer hatte sich durch seine Iiunst grosse Summen erworben, nach Sandi-art gegen 80,000 Gab den, starb aber dennoch in Diirftigkeit, da er ein verschwenderi- sches Leben führte. Die früheren Angaben über sein Todesjah; sind unrichtig. Sandrart lässt ihn 1601i oder 1008 sterben, Während der Künstler erst 1607 das Meisterrecht erlangte. Dass er noch viel später gearbeitet habe, wurde oben bemerkt. Das Wahre er- gibt sich aus dem Sterberegister der Dompfarrci in Augsburg, wo 1623 als sein Todesjahr angemerkt ist. L. Iiilian hat sein Bild. niss nach dem Leben gezeichnet, und 1626 es gestochen. Es wurde auch eine bedeutende Anzahl von Werken diese; Künstlers gestochen, worunter wir folgende Blätter ausheben. Das Bildniss Alb. Dürers, von vorn gesehen, im Pelzmantel, mit einer Tafel in beiden Händen, nach einer Copie von- Rotten- hammer von L. Iiilian 1608 gestochen. Die Erhöhung der eheriien Schlange. Composition von ohn- getähr 45 Figuren, gestochen von L. Iiilian , und copirt von M, . im Kleinen. Die Verkündigung Mariä, gcst. von L. Iiilian. Die Verkündigung Mariii, von R. Sadeler schön gestochen. Die Anbetung der Hirten, gestochen von L. Iiilian, zwei Darstellungen , die reichere 1601 dem Bischof Johann Adam dedi- cirt, die andere dem H. Bernhard Iilingenstain.