Bosenhof. Bosenthal , Johann VOII. 397 vor, und das dritte ist das Concurrenzbild um den grossen Preis der Malerei, welches grosses Lob erhielt, wenn auch nicht den Preis geivann. Der Gegenstand ist Jakolfs Trauer um Joseph sei- nen Suhn, ganz im Geiste des Orients aufgefasst. An diese Werke reihen sich mehrere andere an, die ausgezeichnetes Talent zur Composition und hohe Meisterschaft der Technik beurkunden. Ein treftliches Bild ist auch sein Narciss, der eigentlich nur als einfa- cher Akt zu nehmen ist. Von grossein Umfange ist ein 18141 vol- iendetes Bild, welches den Moment schildert, wie die Bischöfe von Masovien. Culiu und Plock dem andringenden Volke den von ihnen gefiinglich znriiekgehaltenen ersten protestantischen lPredi- ger, den früheren Dominikaner P. Iilem, zurückgeben. Die Hand- lung {lel- 1544 in Danzig vor. Der Kunstverein in Danzig be- stellte das Bild, und dieses wird im Iiunstblatte 1845 gen-würdig und gepriesen als ein Werk, _w_elches zu_ den grössten Hoffnungen he- rechtige. Die Charakteristik ist meisterhaft gelungen, besonders in der linken Hälfte, wo mehrere liiipfe den Vergleich mit Les- singii Huss aushalten. Die Färbung ist sehr schön und klar. treff- lich das Helldunkcl einiger Figuren. lin Hintergrunde sieht man das Danziger Iiathhnus und einen 'l'heil des Artushofes. Dann haben wir von liesenf'elilei' auch charakteristische Genrebilder, so- wie er sich denn immer als geistreichur Iiiinstlcr bewähret. Im Jahre 1845 wurde er Mitglied der Akademie in Berlin. Bosenhof, Roesel und Roshoqf. Bosenkranz, Kupfer-Stecher, ein nach seinen Lebensverhältnissen uns unbekannter Künstler. Folgendes Blatt ist von einem solchen. Das Brustbild eines bärtigen Alten , 8. RÜSenk-Tanza Carl Ileinrich; Landschaftsmaler zu Frankfurt am Main, ein jetztlbender Künstler. Im liunstblane wurde er 1855 zu- zuerst erwähnt. _ Iiosenplut oder Boscnblüt, Hans, Dichter und Maler zu Nüm- berg, der sein Andenken aus dem 15. Jahrhunderte gerettet, aber nicht rein erhalten hat. In seinen Faslbachtspielen spricht sich ein ungezügclter und mitunter schmutziger Scherz aus, und als loser Schwätzer nannte man ihn den avSchnepperer-M E? malte Wappen und starb nach 1460. BOSCIISÜHgI, Franz, Architekt zu VVien, arbeitete um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Er zeichnete die berühmte Abtei Mölls, nach ihrer 1753 ,eri'0lgten Beendigung, und dieses Gebäude hat dann F. L. Schmitmcr in ganz grossem Formate gestochen. Bosenthal, Bernhard Wilhelm, Historienmnler, wurde m01 zu Emden geboren, und in Berlin z_um Iiunstler herangebildet, wo er noch gegenwärtig thätig ist. Seine YVc-rke bestehen in histgl-i. schon Darstellungen und sind öfter biblischen Inhalts. Eines sei- 11er bedeutendsten ist das Gemälde der Apostel und Evangelisten in der prachtvollen Altarhalle der St. Nieolnilsirche zu Potsdam auf Goldgruncl gemalt. Dieses Werk wurde im Iiunstblatte 1830 besonders gerahmt. 395911131131, Jqhann VÜÜ; Maler, deäsen Lebensverhältnisse unbekannt smd. Er malte mit Samuel von Hochstetten für uns (116