212 Bittmayer, Emil. Bitz , AHeinrich. sen. Bittig strebte nach Ernst und Würde der Kunst, und übte alle Theile mit Strenge. Belege hiezu geben die Bilder, die u. von 1820 an in Rom ausfiihrte, von welchen das frühere iinlnel. von dem folgenden übertroffen wurde. Es sind diese historische Darstellungen und Genrebilcler, letztere öfter dem italienischen Volksleben entnommen. Einige seiner Werke wurden auch in deutschen Blättern riihmlich erwähnt. (18 Sie hier Hilf] d?! die Kunst- ausstellungen zierten. Zu den früheren gehört die Parabel der klugen und thörichten Jungfrauen (1823), die Flucht in Aegyp_ ten (1824), die [limmelfahrt Christi, ein grusses nltnrgcmälde, 1824 ausgeführt, in der Weise der religiösen Schule m Deutschland, 5„ wie die meisten Bilder dieses Künstlers. Grosses Lob erntete 135m in Berlin sein erstandener Heiland, wie er den Aposteln erscheint Ein späteres treffliehes Gemälde stellt die Kreuzigung dar, ein mh deres Julius II. in der Werkstätte Michel Angela's. wie er die berühmte Statue des Moses betrachtet. Eines seiner letzten Werke ist die Allegorie des Q6. Psalmes, welche in der Allgemeinen Zei- tung 1839 Nro. 120 als apokalyptisches Bild geriihnit wird, eine {L qurenreiche, mit grösstem Fleisse durchgeführte Cmnposition. 1m Üahre 1840 starb der Künstler, dem in der genannten allgemeinen Zeitung jetzt auch als Mensch ein rübmliches Nachlnb gespendet wurde. Der sinnreiehe und unablässig strebsame Ilittig hatte auch viele ausgezeichnete Künstler gefördert. Rlttmäyer, Emil, Maler, ein jetztlebender Künstler, der geguh wärtigin München seine Kunst übt. B-lttschler; nennt Fiissly einen Landschaftsmaler, der in der Ma_ nier seines Meisters A. Thiele arbeitete. Letzterer starb 175g in Dresden. Bltz, Heinrich, auch Biez, Biltz und Bist genannt, Medail- leur und Goldschmid, arbeitete in der ersten Hälfte des 16- Jahr- hundens in Leipzig. Er ist ein Künstler von Bedeutung, aber nach seinen Lebensverhältnissen dennoch unbekannt. Nur ei- ni e Schaustiiclie finden sich von ihm, die mit dem Bugh- stfben H. B. bezeichnet sind; es ist aber zu bemerken, dass der im folgendem Jahrhunderte lebende H. Rieger sich derselben Buchstaben bediente. Die Arbeit verräth durchaus den Goldschmid. Die meisten Figuren und Zierathen sind angelölhct. Einige sei- ner Dledailllen sind gegossen und fein ciselirt. Folgende Wferke gehören ihm an: 1) Ein Schaustiick- mit Adam und Eva unter dem Lebensbaume von Thieren umgeben; auf dem Ilevers die Kreuzigung Christi. (4 L. 1 Q. schwer. 2) Ein Schausliick mit denselben Darstellung, aber fast um die Hälfte gerin er. Diese beiden Denkmiinzen liess 1556 Churfiirst Johann Friedrich Eriigen. Abgebildet in TenzcPs siichsischenrhfle- daillen-Ca inet I. 8. Nro. 1 und 2. 5) Ein grosses und schweres Scheustiiek mit der Dreieinigkeif. Gott Vater mit der Krone auf dem Haupte sitzt auf dem Throne und hält den Leichnam Christi auf dem Schaust Auf der Rückseite ersehen wir, dass H. B. (H. F-itz) diese Medaille 1544 zu Leipzig gefertiget habe. Abgebildet bei Tenzel II. 8. (i) Eine grosse Medaille mit dein Bildnisse Heiser Carl V-, mit H. B. bezeichnet. Abgeh. bei Luckius. S. 90.