1 74 Biesing, Veit. Bieter , Heinrich. ging, umjm Bnssiren und Gravireu sich weiter auszubilden: SP5- ter wurde er Hofmedailleur des Fürstbischofb Franz Ludwlg von Würzburg, dessen Bildniss er schnitt, mit dem malenden Eva". gelistet: Sauct Lucas auf der Rückseite. Unter {am lauen Fiirstbilcl'10l' schnitt er die Stempel z__u den Lanclesmunzen, und nach der Selmlarisation gravirte er fur verschiedene Aemter Sie. gel. Seine Arbeiten bezeichnete er mit R. F. Biesing, Vßit, s. den obigen Artikel. Riesse, s. Riesen. BIBSIBP, wMaflllfl, Zeichner und Iiupferstechcr, Würde 1819 111 Cul- mar geboren und daselbst von llosbach in den Anfangsgründe" der Hunst unterrichtet. In seinem zwanzigsten Jahre ging er nach Paris , wo er, anfangs in einer Fabrik Unterkunft lhiid,_in w'elchn,_. Tapetten gefertiget wurden; allein er zog es nach einiger Zeit vor, Ornamente zu zeichnen und in Kupfer zu' radiren. Bis jetzt haben wir folgende Blätter von ihm. 1) Eine Sammlung von Ornamenten aus allen Epochen und Schulen 1 72 Blatt, Paris chcz Deflnrcnncs, lt. 2) Eine Sammlung von Zierwerlsen für Goldschmiede, nach aL , ten Meistern von O. Reynard gezeichnet, 1 24 Blatt fuL Diese Sammlung wird sich auf 100 Blätter belaufen. 3) Das Rauchfass des Martin Schongauer, fol. Im ersten Druche vor dem Munogranime des alten Meisters, Bieter, HCiHPlCh, Landschaftsmaler, wurde 1751 zu Winterthur geboren, und da sich bei ihm schon lfriihe Iiunsttalent äUSSOx-(e so gab ihn seine Mutter dem iiltern Schellenberg in die Lehm; Hieranfging er nach Nenfchatel, wo er mit Bildnissmalen und durch Unterweisung im Zeichnen seinen Unterhalt erwarb; da er sich aber in dieser Lage nicht behaglich fand, besuchte er in Dreh den seinen berühmten Landsmann Graf und wurde vun diesem mit Liebe aufgenommen und unterrichtet. Nebenbei lernte er auf der dortigen Gallerie die berühmtesten Meisterwerke lscnnen; doch wollte es ihm nicht gelingen im historischen Fache sich empor zu arbeiten. Er fand sich immer zur Landschaftsmalerei ge_ zogen. Die VVerke' von Claude Laurain, Berghem, Ruysilae] Both reizteu ihn mehr als alles andere. Nachdem er sich zum ge: Schichten Iiiinstler gebildet hatte, besuchte er wieder sein Vateh land, erhielt aber nur Bildnisse zu malen, die er jedoch nicht mit rechter Lust ausfiihrte. Man verlangte sie immer in Lebens griisse und nach der Diode gekleidet, in welcher damals die Veh unstaltung des menschlichen [iiirpcrs durch zwangvolle Einengung und lächerlich falsche Zusätze den höchsten Grad erreicht hatte? Iiieter sah auch noch, wie diese Arbeiten seines Fleisses aus den Prunligemächern in die Riisthammer verwiesen wurden, und desg_ Weven verwiivnschte er (las unangenehme Geschäft und vcrliess es endlich auf Anrathen seines Freundes Aberli, um unter dessen An_ leitung- seiner Neigung zu folgen. Er copirte nun mit allem Fleisse gute Qelgemi-ilde und begleitete seinen Lehrer häufig auf seinen malerischen Wanderungen, um nach der Natur zu studiren. Was Abcrli indessen auf ein Ocitavblättchen seines Taschenbuches Zeigh_ nete, dazu musste Ilieter einen ganzen Bogen nehmen, indem e, behauptete sein Auge sehe jeden Gegenstand wohl sechsmal rög. 5er, als er Alberli vorkomme. Dieser verschiedene Massstab hatte