156 Queirol , Gregorio Francisco QueHinus , Queiroz, GTBgOTIO Francisco (18, liupl'ers.cher 1.u Lissabon, wurde um 1770 geboren, und anfangs von J. Carneiru unterrich- tet, bis er nach London sich begab, um unter Bartolozzi sich wei- ter auszubilden. 'Er erreichte rla ein glückliches Ziel, galt schon gegen Ende des vorigen Jahrhunderts als ein tüchtiger liüiastler, und nach seiner Rückkehr ins Vaterland wurde ihm, als dem vor- züglichsten Iiupferstecher Portugals, die Leitung der Iiupferste- eher-schule in Lissabon anvertraut. Die vier Jahreszeiten, oder die vier Alter als tanzende weibli- cheFiguren, nach F. Vieira. G. F. de Queiroz sc. Barto- lozzi clirex. 179g, s. gr. qu. fol. Schönes Blatt. Qllßllßy, s. Quilley. Quellmus oder Quellen, Arthus, Bildhauer und Architekt, wurde 1609 zu Antwerpen geboren, und daselbst in den Anfangs- griinden der Kunst unterrichtet, worauf er nach Italien sich begab, um zuBom unter Leitung des berühmten F. Fiamingho den wei- teren Studien obzuliegen. Hier erhielt Quellinus in der Schilder- bent den Beinamen Corpus, vermuthlich wegen seiner kräftigen Iiörpergestalt. Nach seiner Rückkehr wurde er m Dienste der Be- gierung gezogen, und besonders bei derAusschnaückung des Amster- " idamer Rathhauses gebraucht. Er fertigte bei dieser Gelegenheit viele Statuen, Basreliefs und Zierathen, die allgemein bewundert wurden, so wie man denn überhaupt jenes Rathhaus als ein Meisterstiick erklärter H: Quellinus hat die Bildvverke gestochen. Das Todes- jahr des Künstlers kennt man nicht; er scheint aber nach 167g nicht lange tnehngelcbt zu haben. D_er Dichter Vondel nennt, ihn das Licht der Bildhauerei seiner Zeit und Artus Fidias, Pnözij I. 595. Stokade hat sein Bildmss gemalt, und in de Bie's Gulden Babxnet ist es gestochen. Auch Hubert Quellinus hat sein Bilclniss in ovaler Einfassung mit Guirlanden gezeichnet und gestochen. .Ein anderes von 1662 ist von R. Collin, bezeichnet: Aetatis suae 55. halbe Figur im Mantel. G; Lauwers stach dessen Bildniss nach J- de DuyPs Zeichnung. QueulnuS, Arthus, Bildhauer, cler Sohn- des Obigen, wurde zu St. Truijen geboren, und von seinem Vater unterrichtet. Er galt ebenfalls für einen der vorziiälichsten niederländischen Bildhauer, dessen Werke selbst nach Eng and, Schweden und Dänemark ver- langt wurden. In der Marienkirehe zu Berlin ist das Grabmal des 1666 verstorbenen Grafen Ernst Georg van Spark oder Sparen "von Quellinus gefertiget. Dann half er seinem Vater auch bei sei- nen Arbeiten für das Bathhaus in Amsterdam. Sein Todesjahr ist winbekanut. In de Bie's Gulden Kabine: findet man sein und sei- nes Vaters Bildniss. Quelhnus, Hubertus, Zeichner und liupferstecher, der Bruder- des älteren Arthus Quellijn, wurde um 1005 zu Antwerpen gebo- ren, upd wahrscheinlich von Soutmans unterrichtet, da seine Stich- weise mit jener dieses Meisters einige Aehnlichlaeit hat. Er ätzw zuerst seine Platten und überging sie dann verständig mit dem Grabstichel. Sein Hauptwerk sind die Blätter- mit Statuen, Baste- liefs und Ornamenten nach den Seulpturen seinen Bruders u. 5' am Rathhause zu Amsterdam, die er auch selbst zeichnete. Die erste Ausäebß ist von 1655, 48 Blätfer in zwei Theilexx, im Jahfe 1665 ersc xen das Werk vermehrt mlt einem dritten 'l'hcil, der die