Porbus Pourbus , oder Franz. 513 hunderts hinaufreicht. Pieter Porbus glaubte in seinem SQ-lme ein ausgezeichnetes Talent zu besitzen, und er gestand offen, dass die- 5er ihn in kurzer Zeit übertrelTen werde, und vielleicht fühlte er sich für ihn auch bald zu schwach, da der junge Pqrhus später als Schüler des F. Floris erscheint, Seine Bildnisse zeichnen sich durch schlichte und tüchtige Auffassung des Lebens ans, und selbst in seinen historischen Bildern erscheinen Portraitfiguren. Dann malte er auch Thiere und Landschaften, und diese Bilder erwarben ihm ebenfalls grossen Beifall. Seine Werke sind auch jetzt noch sehr geschätzt, und in den vorzüglichsten Gallerien aufbewahrt. Fur die Cathedrale zu Gent malte er Christus unter den Schriftleh- rern, mit 40 fast lebensgrossen Figuren, von denen die meisten Purtraite sind. in Etiergie der Auffassung und Iiraft der klaren Farbe ein treEliches Gemälde. Es musste unter Napuleon nach Paris wandern, und Landen, Annales XVI. 15, hat es da im Um- riss gegeben. Auch seine Bildnisse sind in der Farbe sehr klar und kräftig. In der Akademie zu Antwerpen ist von ihm die Pre- digt des heil. Aloisius. Er arbeitete immer zu Antwerpen, ohne Italien gesehen zu haben, und starb daselbst 1580 im 40. Jahre, oder im 58„ wie Einige glauben. C. de Passe, in R. Sadeler's Verlag, stach nach ihm die keusche Susanne; J. Sadeler die Bekehrung Pauli und desten Marter; H. de Hondt den Genius des Todes; Dunker eine Landschaft mit tan- zenden Bauern. Eine Allegorie auf das menschliche Leben, ein Knabe mit der Sanduhr auf dem Löwen, ist bezeichnet: Wil Gud F. v. Haecht excud. Dieselbe Darstellung existirt auch in einem alten Schwarzkunstblatte, mit der Unterschrift: der Mensch vom. Weibe geboren etc. Dieses Blatt ist selten. PÜPbIIS oder POUPbUS, Franz, Maler, der jüngere dieses Na- mens, genoss nur kurze Zeit den Unterricht seines Vaters. und kam daher in jungen Jahren nach Paris, um unter lVI. Freininefs Leitung sich weiter auszubilden. Hierauf unternahm er mehrere Reisen, malte während derselben zahlreiche Bildnisse und liess sich endlich in Paris nieder, wo er den Ruf eines der vorziiglichsten Portraitmaler seiner Zeit behauptete. Er malte indessen auch hi- storische Darstellungen und Altarbildcr. die sich, so wie die Bild. nisse, durch Einfachheit der Composition, lebendige Auflassung und durch Iiraft und Wärme des Colorites auszeichnen. Im liönigl. Museum zu Paris sieht man jetzt das Abendmahl des Herrn, welches einst den Hcchaltar der Abtei _St. Leu zierte, und die Stigmatisation des heil. Franz, abgebildet in Landen? _Annales IX. 139. Dann sind von Porbus daselhst auch mehrere Bildnisse: jenes der Maria de Medicis, vor dein Throne stehend, Heinrich IV. im Harnisch, ebeufallss stehend, und in einem andern Bild in schwar- zem Sanirntlsleide, dann das Bildniss des Guillauinedu Vair. Auch in auswärtigen Gallerien sind Bilder von Porbus dem jüngeren, meistens Portraite, die öfter in Lebensgrösse ausgefiihrt sind. In der Giillerie zu Florenz ist das eigene Bildniss des Iiunstlers, von P. Pazzi für die SeYle.dß ritratti gestochen. Pourbus jnn. starb zu, Paris 1622 im 52. Jahre. J. Morin stach nach ihm das Bildniss der Maria de' Medici; St. Aubin, Chenu, Marcenay und A. Tardieu lenes von Hiinir-lcl. [V-B Marcenay auch noch das Portrait des_ Herzogs Maxlmlha? V?" Sully, und jenes des Canzlers de l'Hospital;_ le _C. das Bildnis: der Gabrielle d'Estrces; P. Frieselliern das Bildniss Sully's; Premier Naglerjis Künstler-Lax. 33