34 Paxmann , Bartolome. Paye 2 Robert für den König von Sachsen, (ler den Künstler nach Dresden be- rief; endlich aber begab sich derselbe nach Bologna, um die späteren Tage seines Lebens in Ruhe zu geniessen. Seine Gebeine ruhen m Venedig, wo Pavona 1775 oder 1777 starb. Er malte in Oel und Pastell, zahlreiche Bildnisse und auch historische Dar- stellungen für Kirchen und Palläste. Dieser Künstler hatte zu sei- ner Zeit ausserordentlichen Ruf. Paxmann , Bartolomg , geschickter Bildschnitzer um 1620. PHXIOII, John, Maler, machte sich im vorigen Jahrhunderte zu Lundoxi einen Ruf als Irlistorienmaler, und ging dann nach Ostindien. Starb zu Bombay 1780. Pay oder Pßy, JOlIOUII de, auch Depay und Depey geschrie- ben, Maler von Riedlingen in Schwaben. genoss in dßr ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bedeutenden Ruf. Desswegen prote- stirteevielleicht die Zunft der Maler in München so eifrigst, als de Pay 1657 aufgenommen werden wollte. De Pay hatte frü- her in der Gegend von Wasserburg mehrere Declsenstücke gemalt, und dann wurde ihm die Ausschmückung der alten, jetzt destruir- ten Kirche in der Au bei München übertragen. Der Iiünstler voll- endete das VVerk zur vollen Zufriedenheit; auch der churfürstlichß Hof übertrug ihm Arbeiten, und nach einiger Zeit erhielt er auch den Titel eines Hofmalers. Diess ereignete sich gegen 16310, J. de Pay war aber noch nicht zünftiger Meister in München. Desswegen suchte die Zunft 1640 in einer Eingabe an den Churfürsten dem Fremdling die Ausübung seiner Iiunst streitig zu machen; allein es erfolgte ein für die damaligen Münchner Künstler nicht sehr rühmlicher Bescheid. Darin heisst es nämlich. "den Suppliqanten sei hinwieder anzudeuten, wenn man der Malerey halber mit ih- nen versehen wäre, würde nicht von Niithen seyn, Fremde her- einzuziehen." Hierauf wendete sich die Zunft an den Magistrat, dass, weil die früheren Hoftnaler (Christoph Schwarz, Georg Be- ham) ihre Meisterstücke gemacht und die Malerbürden getragen hätten , er, Depey, auch dazu angehalten werden möchte. End- lich scheint sich der Künstler gefügt zu haben, denn er wurde fernerhin nicht mehr angefochten. J. de Pay malte Bildnisse und Altarstiicke. Auch fleissige Copien nach älteren Meisterwerken lieferte er, im grossen und im kleinen Formate, ln der St. Peterspfarrlsirche zu München ist seine Copie eines Altarbildes von A. van Dyck, die Maria mit dem Leichnam des göttlichen Sohnes auf dem Schoosse. Sein letztes Werk, wg]. ches er aber nicht mehr vollenden konnte, ist die Himmellalirt der hl. Jungfrau in der St. Martinshirche zu Landshut. Damals war auch J. von Sandrart Mitbewerber, de Pey trug aber die Ehre davon, und begann 1658 das Werk, welches er aber bei seinem 1660 im '21. Jahre erfolgten Tod unvollendet hinterliess. Hieronymus Män- derlein sollte die Arbeit zu Ende bringen, dieser leichtfertige Künstler erfüllte aber erst nach wiederholten Opfern des Ilochstif- tes seine Pflicht. B. Iiilian hat nach ihm gestochen. Sandrart erwähnt dieses Künstlers in seiner Akademie, kannte ihn aber nicht so genau. Paye, Robert M., Maler, wurde um 1750 in England geboren, und in Lonäop zum Künstler gebildet; wu-er um 13801-195 in