Ostade , Adrian van. 407 Im ersten Drucke bemerkt man an dem vor der Tliiii-e si- tzenden Manne, unten an der Thüre, am Gipfel des Hau- ses und rechts vom Fasse keine lireuzstriehe. Die beleuch- tete Seite der Mütze des zunächst an der Ulme stehenden Bauern ist mit der kalten Nadel behandelt, "und der Schat- ten des viereckigen Thurmes im Grunde ist nur mit leichten Strichen angedeutet. Im zweiten Drucke bemerkt man die Iireuzstriche, aber die erwähnte Mütze des Bauern ist weiss geworden, während die Schattentheile des Thurmes dieselben sind. Im dritten Drucke ist die Mütze und der beschattete Theil des Thurmes mit dem Grabstichel behandelt. Bei Weigel im ersten Drucke 2 Thlr. I6 gr. 46) Die Familie in der Stube , le Mönage villageois, _reehts vorn sitzt das Weib am Ofen, und gibt dem Iiinde auf dem Schoosse zu essen. Hinter ihr schneidet der Vater den bei- den Knaben das Brod vor. Nach rechts unten steht: A. V. ostade 1647- H. Ö Z. Ö L., Br. 5 Z. 8 L. Die "ersten Abdrücke sind von schwacher Arbeit, später wurde die Platte mehr überarbeitet, und erhielt kräftigere WVirkung. Man erkennt diese Abdrücke an den drei Stufen der Stiege, welche man nach der Richtung des runden Ti- sches hin sieht. Diese Stufen sind iin ersten Drucke fast ganz weiss gelassen, iin zweiten mit horizontalen Strichla- gen bedeckt. Dann sieht man in den späteren Abdriicken an der Decke Iireuzstriche. 47) Die Iieriiiess, oder das Dorffest bei der VVeinlaube vor dem Wirthsliause. Ein Mann und ein Weib tanzen (zum Schalle der Flöte und des Tainburin , und umheruin steht eine grosse Anzahl von Leuten. Links vorn ist eine Fischreuse, rechts ein Schwein. In der Mitte unten ist Ostade's Namen. H. IIZ. BnÖTnd-L. Die ersten Abdrücke sind weniger ausgeführt, als die zwei- ten, und letztere von griisserer Wirkung. Man unterschei- det sie am Giebel des Ilauses hinter der Tänzerin, der im ersten Drucke mit einer horizontalen Strichlage bedeckt, im zweiten auch noch mit Querstricheil versehen ist. Links am Eingange der offenen 'I'hüre', am Dachwerke der Schenke und am Giebel des dritten Hauses sieht man, im ersten Drücke ebenfalls keine Iireuzstniche. 118) Das Fest (la guinguette) unter dem grossen Baume auf dem Platze des Dorfes, auch die Schenke genannt. Unter dem Baume sitzen neben anderen fünf Bauern und ein Weib uin den Tisch, rechts vor dem Wirthshause tanzt ein Paar in Gegenwart vieler Zuschauer. Auch ein Charlatan treibt sein Spiel, und anderes Volk fesselt der Gluckshaleu bei der liirche. H. 4 Z. Ö In. BP- 8 Z. 5 L- 49) Der Tanz im Wirthshanse, de Boerenbal oder het groote Binnenhuis, Mitten in der Stube sieht man das tanzende Paar, und umherum gruppiren sich Bauern undaßäiuerinnerl- Rechts im Bande steht: A. v. Ostarle fecit et excud. H. 9 2.? 4L., Br.11Z.8L- Die seltenen ersten Abdrucke sind V0! dem Name," 051a- de's, die zweiten, stärker überarbeiteten haben selben, Wie eben. Der vierte der Schinken, die an der Decke hängen,